Biografie
Geboren wurde ich am 7. März 1958 in Bern. Dank meinen verschiedenen Heimatorten bin ich im Kanton Bern gut verwurzelt: Erlenbach im Simmental, Bern und seit der Heirat auch Trub im Emmental.
Nach der obligatorischen Schulzeit in Bern, studierte ich Biologie an der Universität Bern und Umweltwissenschaften an der Universität Zürich. Erste Berufserfahrungen als Biologin machte ich in lokalen und regionalen Landschaftsplanungen. Es folgte der Aufbau eines Bioladens in Biel
Parallel dazu begann meine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Neuenburg zum Aufbau des Bundesinventars der Auengebiete von nationaler Bedeutung. Danach arbeitete ich als Expertin im Bereich Auenschutz für das private Planungs- und Beratungsbüro Naturaqua (www.naturaqua.ch). Zusammen mit meinem Kollegen aus Yverdon bauten wir die Auenberatungsstelle im Auftrag des Bundes auf. Ich schätzte es, konkreten Natur- und Landschaftsschutz zu betreiben. Im Gespräch mit den Gemeindebehörden, den betroffenen Grundeigentümern, Waldbesitzern und Landwirten erarbeiteten wir gemeinsam Lösungen, die sowohl dem Naturschutz wie auch den Nutzungsansprüchen der Beteiligten gerecht wurden. Diese Erfahrung war mir auch hilfreich für meine politische Arbeit. Ich bin davon überzeugt, dass sich viele Interessenskonflikte lösen lassen, wenn frühzeitig alle Beteiligten einbezogen werden.Als Mitinhaberin, später Verwaltungsratspräsidentin von Naturaqua, lernte ich auch die Realität von kleinen und mittleren Unternehmen kennen.
1989 halt ich mit, den Verein Fach-Frauen-Umwelt FFU (http://www.ffu-pee.ch/de/home/) zu gründen, ein Netzwerk und eine Interessensvertretung für Frauen im Natur- und Umweltbereich. Noch heute ist der FFU für mich eines der wichtigsten Netzwerke. Ich freue mich, in Politik, Verwaltung und Privatwirtschaft immer wieder auf Fach-Frauen zu stossen.
Meine Tochter Selina kam 1994 und mein Sohn Julian
1997 zur Welt. Unsere Familie lebt in Bern in einem Dreigenerationenhaus. Das
„miteinander Wohnen“ und das „sich gegenseitige Unterstützen“ bedeutet mir immer
noch viel.
Mein Mann und ich teilen uns die Familienarbeit partnerschaftlich
auf. So konnten wir beide Beruf bzw. Politik und Familie miteinander
vereinbaren.
Von 2000 bis 2002 stellte ich die Gleichstellung ins Zentrum meiner beruflichen Arbeit und war zuständig bei der Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI, heute Unia, www.unia.ch) für Gleichstellungsprojekte in Betrieben. Im Sommer 2003 wurde ich als erste Frau zur Zentralpräsidentin des VCS Verkehrs-Club Schweiz (www.verkehrsclub.ch) gewählt.
Mein politisches Engagement geht auf die Studienzeit zurück. Während einem Jahr war ich Mitglied des Vorstandes der Studentenschaft der Universität Bern. 1987 gehörte ich zu den Gründungsmitgliedern des Grünen Bündnis Bern (www.gbbern.ch). Der Einstieg in die Parlamentspolitik erfolgte 1988. Damals wurde ich überraschend in den Berner Stadtrat gewählt. 1990 wechselte ich in den Grossen Rat. 1995 schaffte ich als erste Vertreterin des Grüne Bündnis den Sprung in den Nationalrat. Von 2008 bis 2012 amtierte ich zusammen mit Aline Trede als Vizepräsidentin der Grünen Partei Schweiz (www.gruene.ch/).
Ein neues Kapitel, als Politikerin in einem Exekutivamt, begann dank der Wahl in den Berner Gemeinderat am 25.11.2012. Seit 1. Januar 2013 bin ich Vorsteherin der Direktion Bildung, Soziales, Sport der Stadt Bern. Ich möchte mich ganz auf dieses Amt konzentrieren und trete per März 2013 aus dem Nationalrat, sowie per April 2013 vom VCS-Präsidium zurück.

