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Vorsicht, Mogelpackung

Die Atomlobby rüstet sich für die Abstimmung über neue Atomkraftwerke, die sie in der Schweiz auf Teufel komm raus bauen will. So auch die BKW. Ein erster Testlauf ist für sie ganz offensichtlich die konsultative Abstimmung vom 13. Februar im Kanton Bern zu einem neuen AKW in Mühleberg. Dabei greift die BKW tief in die Trickkiste: sie lädt die Bevölkerung landauf landab zu sogenannten «Tagen der offen Türen» ein. Die Absicht ist durchsichtig: Sowohl das AKW Mühleberg wie auch das Lager für radioaktive Abfälle sollen uns als harmlose Anlagen verkauft werden. Aber die BKW ist noch raffinierter.
Die Atomlobby rüstet sich für die Abstimmung über neue Atomkraftwerke, die sie in der Schweiz auf Teufel komm raus bauen will. So auch die BKW. Ein erster Testlauf ist für sie ganz offensichtlich die konsultative Abstimmung vom 13. Februar im Kanton Bern zu einem neuen AKW in Mühleberg. Dabei lässt es die BKW nicht bewenden, uns mit teuren Inseraten und Plakaten ihr AKW aufzuschwatzen. In ihrer Kampagne greift sie tief in die Trickkiste: sie lädt die Bevölkerung landauf landab zu sogenannten «Tagen der offen Türen» ein. So verspricht uns die BKW im AKW Mühleberg «interessante Einblicke in den Kommandoraum, die Maschinenhalle und ins Reaktorgebäude» des alternden Atomkraftwerkes. Und auf einem Ausflug in das Lager für radioaktive Abfälle im französichen Aube gibt es auf der Hin- und Rückfahrt «Informationen zur aktuellen und zukünftigen Energieversorgung und Endlagerung von radioaktiven Abfällen». Mittagessen und Snack inbegriffen. Die Absicht ist durchsichtig: Sowohl das AKW Mühleberg wie auch das Lager für radioaktive Abfälle sollen uns als harmlose Anlagen verkauft werden, die klinisch sauber, sicher und auf dem neusten Stand der Technik sind. Alles ganz ungefährlich.Aber die BKW ist noch raffinierter: Im gleichen Päckli bietet sie auch Führungen an durch das Sonnen- und Windkraftwerk auf dem Mont Soleil oder das Sonnenkraftwerk auf dem Dach des Stade de Suisse. Hier erfahren wir, Originalton BKW: «viel Wissenswertes über die Möglichkeiten und Grenzen der Sonnen- und Windenergie». Vor allem wohl über deren «Grenzen». Kleine Erfrischungen inklusive. Wie ernst es der BKW mit der Förderung von erneuerbaren Energien wirklich ist, zeigt ihre neuste Medienmitteilung: sie werde ihre Ausbauziele für erneuerbare Energien bis 2030 «um 40 Prozent nach unten korrigieren», gab die BKW diese Woche bekannt.Kritische Informationen gibt es anderswo. Zum Beispiel an einer öffentlichen Podiumsdiskussion der Grünen Kanton Bern. Dort diskutiere ich mit Bärbel Höhn (stellvertretende Vorsitzende der deutschen Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) und Christiane Brunner (Abgeordnete im Österreichischen Nationalrat und Obfrau Umweltausschuss) über den Stand der Atomdiskussion in Deutschland, Österreich und der Schweiz (Donnerstag, 3. Februar, 19.30 Uhr, Restaurant Schmiedstube, 1. Stock). Erfrischungen und Snacks NICHT inklusive.

Kommentare (2)

Markus Alder sagte:

Auch Grüne brauchen Strom!

Ich sehe nicht ein, weshalb wir Normalbürger unter Energieknappheit leiden sollten, nur, weil einige Politiker keine neuen Kernkraftwerke wollen.
Die Mehrheit unserer Politiker wollen 10 Millionen Einwohner, auch viele Grüne wollen Masseneinwanderung.
Entsprechend steigt der Stromverbrauch. Dazu kommt die europaweite Stromknappheit.
22. Januar 2011

F.Teuscher sagte:

Es geht auch anders!

@Markus Alder: Von Energieknappheit kann keine Rede sein, wenn wir auf AKW verzichten. Mit Sonnenenergie auf der Hälfte der Dächer in der Schweiz könnten wir auf alle AKW's verzichten. Und zudem: vergessen Sie nicht, dass wir einen Drittel der produzierten Energie einfach vergeuden, weil wir unsere Energie nicht effizient nutzen.
30. Januar 2011

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