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UBS wirft grünes Bekenntnis bereits wieder über Bord
Anfangs Jahr gab sich die UBS einen neuen Verhaltens- und Ethikkodex. Dieser beinhaltet auch ein Bekenntnis zum Umweltschutz und zu den Menschenrechten. Doch nun wurde bekannt, dass die UBS die Formel 1 Rennen mit Millionen sponsern will. Wahrlich keine grüne Investition!
Wie war das noch mit den von UBS-Chef Oswald Grübel anfangs Jahr verkündeten neuen Werten? Die UBS werde einen neuen Verhaltens- und Ethikkodex einführen. Dieser beinhalte auch ein Bekenntnis zum Umweltschutz und zu den Menschenrechten. Man wolle bei der künftigen Tätigkeit Umweltrisiken berücksichtigen. Und auf dem Finanzmarkt Chancen bei umweltfreundlichen Dienstleistungen wahrnehmen sowie die eigene Umweltbilanz verbessern. Ein gutes halbes Jahr später wirft der UBS-Chef persönlich seine schönen neuen Verhaltensregeln bereits wieder über Bord. Er will mit dutzenden von Millionen den Formel 1 Zirkus sponsern. Nachvollziehbar, dass das Bankhaus sich nach der Steuergeschichte mit den USA und dem Beinahe-Crash um eine Image-Politur kümmert. Aber sind Formel 1 Rennen auch das richtige Umfeld für derlei Absichten? Auf ihrem Heimatmarkt in der Schweiz wird die UBS als ein Unternehmen wahrgenommen, welches mit Boni um sich wirft, und das man mit Steuergeldern vor dem Kollaps retten musste. Und was fällt uns nun zur Formel 1 ein? Ein Zirkus, in dem die Akteure mit Millionen um sich werfen, zwischendurch wilde Partys feiern und in klimaschädlichen Boliden stundenlang im Kreis fahren. Ein Formel 1 Rennauto verbraucht auf 100 Kilometer zwischen 70 und 100 Liter Sprit. Greenpeace hat ausgerechnet, dass ein solches Vehikel pro Kilometer zehnmal mehr CO2 ausstösst als ein normaler Personenwagen. Die Formel 1 selber hat bekanntgegeben, dass sie pro Jahr 215‘588 Tonnen CO2 ausstösst. Nicht mitgerechnet ist darin die Anreise von Millionen von Zuschauern. Sonst wäre der Output noch um ein Vielfaches höher. Freilich versprechen die Formel 1 Verantwortlichen seit 2007, sie würden grün werde. Eine grüne Formel 1 wäre aber gar keine Formel 1 Rennen mehr. Das Engagement der UBS in eine Veranstaltung wie die der Formel 1 lässt eher den Schluss zu, dass die Bank dort weitermacht, wo sie 2008 aufgehört hat – beim schnellen und hochriskanten Geld.
Kommentare (4)
Fangio
sagte:

Was haben Sie gegen die Formel 1
Autorennen begeistern heute Millionen Fernsehzuschauer auf der ganzen Welt. Formel 1 Rennen an sich sind kein Öko-Desaster, sondern ein gesellschaftliche Realität. Wie das Kiffen. Und darum ist es sinnlos über den Verschleiss von Ressourcen durch die Formel 1 nachzusinnen.
benpal
sagte:

...
Hat Greenpeace auch ausgerechnet, wieviel CO2 bei so "populären" Veranstaltungen wie den Klimakonferenzen (Bali, Kopenhagen) sinnlos ausgestossen wurde. Und wer braucht schon eine Fussball-WM oder olympische Spiele mit Zehntausenden von "Weltreisenden", wenn die Ressourcen knapp und die CO2-Werte steigend sind?Was dem Einen schlecht ist, ist dem Anderen recht.
Werner Schnetzler
sagte:

...
Es gibt tatsächlich Millionen Fernsehzuschauer die diesen totalen Unsinn anschauen das heisst aber noch lange nicht, dass man das unterstützen soll! So ein Formel 1 Rennen ist etwa einzustufen mit dem Volksergötzen der Römer als Gladiatoren den Löwen zum Frasse vorgeworfen wurden.
marc landert
sagte:

rechts überholen
Die Argumente die Frau Teuscher gegen das rechtsüberholen anführt (sprich:zweispurig fahren) zeugt von ihrer Unerfahrenheit was den tägl. Berufsverkehr betrifft. Als Grüne gehe ich ja auch davon aus, dass sie eher im Zug untewegs ist. Umso mehr erstaunt es, dass sie so gut Bescheid weiss, wie dieses Problem zu regeln sei. Ich fahre jeden Tag, berufshalber und um meine Familie zu ernähren viele km auf unsern Schweizer Strassen. Und ich versichere ihnen, dass es nicht immer Spass bereitet. Die max. 90km/h wären ja nicht mal ein schlechter Ansatz, im Schnitt erreicht man ja eh nie diese Geschwindigkeit. Fragwürdig ist allerdings, dass sie diese Geschwindigkeit als Bedingung für ein Zugeständnis an das rechts überholen anführt. Man kann einen besseren Verkehrsfluss auf viel einfachere Art regeln, und zwar schlicht und einfach durch ein LKW-Überholverbot. Dann brauchen Sie nicht einmal mehr für eine dritte Fahrbahn zu postulieren.Kommentar schreiben
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