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Stop Offroader-Initiative - Bereicherung für die Mobilität

Geschafft!
Nicht weniger als 150 000 gesammelte und 125 000 beglaubigte Unterschriften sind es, welche für die Stop Offroader-Initiative eingegangen sind. Die Übergabe der Unterschriften heute an die Bundeskanzlei gestaltete das Komitee als ein farbenfrohes Fest, an dem Menschen aus der ganzen Schweiz teilnahmen. Die Jungen Grünen feierten somit gleichzeitig Premiere als erste Jungpartei, welche eine Initiative zustande brachte.Diese Erfolge freuen mich sehr!
Die Initiative ist ein kraftvolles Zeichen Richtung zukunftsgerichteter Mobilität und ich bin überzeugt, dass sie einiges in Bewegung versetzten mag…

Offroader wurden konzipiert, um die Mobilität in schwierigem Gelände, fernab von der Zivilisation und geteerten Strassen, zu ermöglichen. Der kleine Cowboy tief in uns drin oder andere für mich unersichtliche Gründe führten jedoch zu einem Verkaufsboom dieser schweren Fahrzeuge. Meist werden sie nicht mehr zweckgemäss verwendet, sondern stellen ein Statussymbol dar und werden benutzt um sich den Weg durch den Asphaltdschungel der Stadt zu bahnen. Dies ist einer der Hauptgründe, weshalb ihr Nutzen in keinem Verhältnis mehr zu dem von ihnen angerichteten Schaden steht, sei es aus Sicht des Klimas oder der Verkehrssicherheit.

Der viel verwendete Vergleich mit einem Dinosaurier kommt nicht von ungefähr: Offroader sind Monster und alles andere als zeitgemäss. Sie gefährden alle schwächeren Verkehrsteilnehmenden erheblich: Zahlreiche Studien und Crashtests belegen die massiv erhöhte Verletzungsgefahr bei einem Zusammenstoss mit einem Offroader. Zugleich richten sie, durch den übermässigen Ausstoss klimabelastender Emissionen einen enormen ökologischen Schaden an.

Der Initiativtext birgt genau jene zwei Kerninteressen: Die Sicherheitskriterien und die Umweltverträglichkeit. Ich bin überzeugt, dass die Initiative keine Einschränkung unserer Mobilität darstellt. Im Gegenteil, ich bin mir sicher, dass diese Initiative das Potenzial hat, der Automobilindustrie Anreize zu geben, in leichtere, effizientere und sicherere Fahrzeuge zu investieren. Dies wiederum stellt eine Bereicherung für unsere Mobilität dar, denn neue Technologien eröffnen uns allen neue Möglichkeiten.

Das Zustandekommen der Initiative wurde durch junge, grüne Kräfte ermöglicht. In jenen Kräften sehe ich unsere Zukunft, auch in der Automobilbranche. Die grossen Spritsäufer gehören der Vergangenheit an, der moderne Mensch sehnt sich nach zeitgemässen Fahrzeugen. Die Verbannung der Dinosaurier von den Strassen bedeutet Fortschritt und Konzepte für das Auto der Zukunft sind längst fällig. Der Automobilindustrie eröffnet sich so die Möglichkeit, Vollgas zu geben in der Entwicklung neuer Produkte.

Der Erfolg der Stop Offroader-Initiative freut mich sehr. Die Zeit ist günstig für solche Überlegungen. Ich freue mich auf konstruktive Diskussionen und auf eine erfolgreiche Abstimmung über die Initiative.

Kommentare (9)

Ben Palmer sagte:

Irrtum

In der Initiative wird nirgends der Begrriff "Offroader" verwendet, aber damit kann man sehr schön Ressentiments wecken und eigene Frustrationen loswerden.

Welches konkrete Ziel hat diese Initiative eigentlich? Kann man den Effekt dieser Initiative errechnen oder messen?
Eine Massnahme ist nur dann sinnvoll, wenn sie Ergebnisse bringt, sonst ist es pure Augenwischerei.
- Um wieviel werden die CO2-Emissionen in der Schweiz durch diese Massnahme reduziert?
- Welchen Einfluss hat diese Reduktion auf die weltweiten Emissionen, bzw. auf die Vorgaben von Kyoto)
- Um wieviel Grad wird die globale Erwärmung bei Erreichen der Ziele der Initiative (welche Ziele eigentlich?) reduziert?

"Der moderne Mensch sehnt sich nach zeitgemässen Fahrzeugen"? Offenbar teilen nicht alle Menschen Ihre Definition von modern und zeitgemäss. Noch nicht, aber Sie werden es schon schaffen, allen die gleiche Uniform überzuziehen. Je gleicher die Menschen, je uniformer das Gedankengut, desto glücklicher ist der Mensch. Das haben doch andere Diktaturen schon lange bewiesen.
29. August 2008

U.Krasser sagte:

Offroader-Wahn

Gratulation zur Initiative! Die Ewiggestriegen, welche nicht erkannt haben, dass mit Kleinwagen oder per ÖV oder per pedes das Leben viel sicherer, farbiger und umweltschonender ist und uns Befürwortern abstruserweise noch "Uniformität" vorwerfen, werden auf die Welt kommen, wenn es keinen Sprit mehr gibt oder sie selber von so einem gigantischen Klotz über den Haufen gefahren werden...
12. September 2008

U. Hohler sagte:

Die Initiative ist Betrug

Mancheiner hat unterschrieben im Irrglauben, gegen Offroader vorzugehen. 2/3 der künftig verbotenene Autos sind jedoch keine Offroader. Und ein sehr grosser Anteitl an "Offroadern" fällt gar nicht unter den Text, da sehr viele dieser Fahrzeuge unter der Gewichtslimite sind und wesentlich weniger verbrauchen als suggeriert wird. Ausserdem sind bei Raserunfällen nie Offroader beteiligt und Unfälle mit Fussgängern sind aufgrund der gar nicht so häufig vertretenen "Offroader" eine absolute Rarität. Alle brabbeln Sie nicht alles nach, sondern informieren Sie sich!
12. September 2008

F.Teuscher sagte:

...

@Ben Palmer: Irrtum, geschätzter Ben Palmer: ich will nicht alle Menschen gleich und uniform machen. Als Biologin weiss ich, dass in der Vielfalt die Stärke und Stabilität liegt. So möchte ich auch nicht, dass es nur noch ein einziges Auto gibt. Das wäre mir tätsächlich zu uniform ;-) Es ist eine Binsenwahrheit: je mehr CO2 ein Auto ausstösst, desto klimaschädigender ist es. Und weil der Klimawandel ein globales Phänomen ist, müssen wir alle uns anstrengen, den CO2-Ausstoss überall zu senken. Auch beim Autokauf ist jeder Kaufentscheid eine Entscheid für mehr oder weniger Klimaschutz. Gestern war in der Zeitung zu lesen: "Die CO2-Emissionen sind in den vergangenen Jahren rasant angestiegen und auf ein neues Rekordniveau geklettert." Da ist es doch nicht zu viel verlangt, klimaschädigende Autos aus dem Verkehr zu ziehen.

@U.Krasser: Sie haben Recht: der hohe Benzinpreis wird den Off-Rodern den Sprit abdrehen. In den USA ging der Verkauf von Off-Roadern wegen der steigenden Treibstoffpreise bereits zurück. Und extrem ist die Initiative für menschenfreundlicheren Verkehr ja bei weitem nicht. Die EU setzt auf einen viel tiefern Grenzwert.

@U.Hohler: Der offizielle Titel lautet: Initiative für menschenfreundlichere Fahrzeuge. Diesen Titel konnten auch alle lesen, welche die Initiative untsrschrieben. Es geht eben nicht alleine um Off-Roader, sondern um alle klimabelastenden Autos. In Bezug auf die Sicherheit sprechen die Fakten für sich: im Crash-Test des TCS haben die Off-Roader sehr schlecht abgeschnitten. Das können Sie auf der Homepage des TCS nachlesen.
28. September 2008

sandro sagte:

...

Ist diese Initiative überhaupt legal? Das ist ja echt etwas vom lächerlichsten was ich je gehört habe...
03. Oktober 2008

Köbi sagte:

Von mir aus...

...können Offroader herumkurven, aber dann sollen sie zahlen. Für jedes Kilo das über 1500 ist 15CHF/Jahr. Und jeder cm3 Hubraum über 1500 ebenfalls nochmals 15CHF/Jahr.

Die Dummheit, Offroader in der Stadt herumzubewegen, darf und soll was kosten!
09. Oktober 2008

Ben Palmer sagte:

...

Frau Teuscher: "je mehr CO2 ein Auto ausstösst, desto klimaschädigender ist es"
Das Argument können Sie bis zum extrem anwenden, dann ist eben nur noch der Wert Null toleriert.
Woher wollen Sie wissen, dass CO2 wirklich klimaschädigend ist? Ja, der CO2 Ausstoss ist in den letzten Jahren gestiegen. Trotzdem hat die Arktis eine um 24% grössere Eisdecke als vor genau einem Jahr. Trotzdem liegt die globale Temperatur jetzt auf dem selben Niveau wie vor fast 30 Jahren.
Frau Teuscher, der Beweis, dass CO2-Emissionen zu einer signifikanten globalen Erwärmung führen, ist bisher nicht erbracht.
Und wir wissen, dass in früheren Zeiten auch schon höhere Temperaturen geherrscht haben, ohne menschliches Dazutun.
15. Oktober 2008

Arbeiter sagte:

Populismus ist eben nicht nur ein SVP-Ding..

Zugegeben ist es für mich auch nicht wirklich nachvollziehbar warum man die Kinder mit einem 2.5tonnen-SUV von der Schule abholt. Dennoch gibt es verschiedene Leute welche auf ein solches auto angewiesen sind. Warum nun solch komplizierte Regelungen - welche erfahrungsgemäs die falschen treffen- eingeführt werden sollen, ist mir schleierhaft. Wenn man wirklich und objektiv den CO2-Ausstoss besteuern will, wäre es das einfachste und fairste einfach den Treibstoff höher zu besteuern.
Die Offroader-Initiative ist eine Populistische Sache in der man mit Vorurteilen, Hass, Eifersucht und der gleichen arbeitet. Wegen solchen Aktionen bin ich beim VCS ausgetreten.
Noch ein Gedankenspiel: Ein Freund von mir hat einen Toyota Landcruiser - sein ewiges Bastelobjekt. Zur Arbeit fährt er per ÖV oder Velo. Er macht mit diesem Auto zwei mal im Jahr eine Safari-Reise nach Afrika wo er ca. 5000km mit dem Auto fährt. Es ist sein Hobby an seinem Auto zu schrauben...

Warum sollte er also mehr steuern bezahlen für ein Auto, welches er kaum fährt, also kaum CO2 produziert?

21. Oktober 2008

ernst anliker sagte:

das dümmste lebewesen auf der erde .der mensch

was wollt Ihr ein auto bestraffen der mensch der das auto bewegt muss bestraft werden..
18. Dezember 2008

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