Sonderbares Demokratieverständnis der SVP
Die SVP will verhindern, dass es im Kanton Bern eine neue Abstimmung zu den Motorfahrzeugsteuern gibt. Ein seltsames Demokratieverständnis für eine Partei, die sich immer als urdemokratisch lobt. Liegt der Grund wohl darin, dass viele Gemeinden, welche die Abstimmungszettel weggeworfen haben, von SVP-Parteipräsidenten geleitet werden?
Einmal mehr gibt die SVP ein peinliches Schauspiel. Diesmal ist es die SVP des Kantons Bern: Als einzige Partei wehrt sie sich mit Händen und Füssen respektive mit juristischen Mitteln dagegen, dass die Abstimmung über die kantonale Motorfahrzeugsteuern wiederholt wird. Der von einem SVP-nahen Garagisten lancierte Volksvorschlag zur Änderung der bernischen Motorfahrzeugsteuern schwang am 13. Februar 2011 in der Stichfrage mit nur 363 Stimmen Vorsprung auf den grossrätlichen Vorschlag oben aus. Eine Nachzählung ist aber nicht mehr möglich, weil 30 Gemeinden ihre Stimmzettel inzwischen vernichtet haben.
Auch ich befürwortet eine neue Abstimmung. Die Wiederholung der Abstimmung vom 13. Februar ist wegen der volkswirtschaftlichen und ökologischen Bedeutung der Vorlage gerechtfertigt. Schliesslich verliert der Kanton Bern pro Jahr 120 Millionen Franken, würde der Volksvorschlag angenommen. Zudem würde im Kanton Bern mit dieser Gesetzesänderung das Fahren von schweren, umweltschädigenden Fahrzeugen wie kaum in einem anderen Kanton begünstigen.
Nur die SVP will diese Abstimmung noch verhindern. Und vergisst zu erwähnen, dass viele der 30 Gemeinden, die ihre Stimmzettel gesetzeswidrig geschreddert haben, von ihren eigenen Gemeindepräsident regiert werden. So in Riggisberg, Habkern, Ringgenberg, Wilderswil, Thunstetten oder Müntschemier, um nur einige zu nennen. Auch in Langenthal ist der Stadtpräsident ein SVPler. Peinlich ...
Kommentare (1)
Heiner Gabele sen.
sagte:

Links -Grüne Politik
Frau Teuscher ich persönlich bin ein Gegner Ihrer Politik, aber ich bin kein Anhänger der SVP. Wenn man genau hinschaut wo Links / Grüne Politik gemacht wird, Genf, Bern Basel und in der Stadt Zürich, sieht man eine Anti- Gewerbe - Politik, sehr hohe Krankenkassenprämien und hohe Steuern und auch eine hohe Ausländerkriminalität. Links - Grüne Politik bringt Chaos in diesen Staat und den Untergang des Mittelstandes, das Gleiche gilt für die SVP, auch diese Politik schadet dem Mittelschand. Ich bin auch kein Freund der AKW`s, aber viele Möglichkeiten haben wir nicht ausser wir werden wieder ein Land der LandwirtschaftIch wünsche Ihnen noch viel Freude an der Politik und einen spannenden Wahlkampf.
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