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Sessionsblitz: Flugzeug- und Formel-1-Rennen
Ich glaubte meinen Ohren nicht: ein Flugzeugrennen in Interlaken wird bewilligt und die Mehrheit im Nationalrat will Formel-1 Rennen wieder zulassen.
Man glaubt, man höre nicht recht: da machen sich die Schweizerinnen und Schweizer am meisten Sorgen um die Umwelt und das Klima. Wir verbrauchen Jahr für Jahr mehr Energie und Kulturland. Und dann diese Entscheide: das Bundesamt für Zivilluftfahrt bewilligt ein sinnloses und lärmiges Flugzeugrennen in Interlaken, und die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat will Formel-1 Rennen in der Schweiz zulassen und hofft auf den Bau einer neuen Rennstrecke. Da bleibt nichts, aber auch gar nichts übrig, von all den schönen Sprüchen über Nachhaltigkeit und Sorge für die Umwelt aus Wahlprospekten und 1.August-Reden. Und wie ist das nun mit der SVP als Bauernpartei und mit ihrem Ruf nach mehr Selbstversorgung durch die schweizerische Landwirtschaft? Eine neue Formel-1 Rundstrecke in der Schweiz wird hunderte von Hektaren Kulturland für immer zerstören. Land für Bauernhöfe oder für Formel-1-Rennen? Zumindest für mich ist die Antwort klar: ich will den Bauern nicht ihre Produktionsgrundlage entziehen. Bauernhöfe gehören zur Schweizer Landschaft und nicht Formel-1-Rundstrecken.
Kommentare (13)
skeptiker
sagte:

Im Kreise
Was haben den die beiden Themen gemeinsam? Genau: da drehen sich zackige CO2-Emittenten rasant im Kreise und da schliesst sich auch wieder der Kreis zu SVP: die dreht sich auch immer im Kreis, darum liegen denen auch solche Themen.
Alpinus
sagte:

...
Dauernd im Kreis fahren ist doch blöd!
skeptiker
sagte:

...
@alpinus: so lange sich die SVP weiterhin so im Kreise bewegt, tut sie wenigstens nichts weltbewegenders und sieht höchstens die eigenen Schlusslichter.
M.Tognola
sagte:

Lieber Frauenlauf als im Kreis-Lauf.
Gratulation an Franziska Teuscher für die Teilnahme am Frauenlauf. Da gings vorwärts, nicht im Kreis. Schnellste Nationalrätin, CO2 neutral.
M.Tognola
sagte:

Bildlich gesagt
Auch auf dem Bundesplatz war etwas los.
Brumi
sagte:

Mit Redbull iund Bürgerblock in den Abgrund
Die Bürgerlichen stehen geschlossen hinter Formel 1 und Red Bull Race und bringen uns dem Klimaabgrund immer näher. Nicht Red Bull sondern die Grünen verleihen Flügel und wollen hoch hinaus. Gut so!
freschi
sagte:

Naja
- Das BAZL hat gar keine Handhabe, einen Anlass wegen Umweltbedenken nicht zu bewilligen. Es hat nur die Sicherheitsaspekte zu beurteilen.- Ein Formel-1-Rennen wird es in der Schweiz nie geben. Es ging bloss darum, einen alten Zopf abzuschneiden. Das Verbot wurde seinerzeit nach dem schweren Unfall in LeMans erlassen, heute dürfte sich ein solcher kaum mehr ereignen.
Also eigentlich kein Grund, sich zu echauffieren. Und um den angeblichen "Klima-Abgrund" zu vermeiden, wäre vielleicht der Bau von AKW's eine Option, statt Dutzende neue Gas- oder Kohlekraftwerke...?
Aber sorry, das darf man ja nicht einmal laut denken...
skeptiker
sagte:

@freschi
du hast ja ganz recht mit den formel-1 rennen, aber warum einen alten zopf überhaupt abschneiden, wenn es sowieso keine rennen mehr gibt? da musst du dir ein besseres argument ausdenken.Ist denn nach deiner Meinung der Bau von neuen AKWs eine Option, auch wenn hierzulande die Endlagerung immer noch nicht sichergestellt ist? Wer jetzt nach AKWs ruft, soll sich zuerst ein paar sinnvolle Gedanken zu dieser Thematik machen.
Der Beobachter
sagte:

Na ja...
Kritisches Begleiten solcher Veranstaltungen ist sicher angebracht. Allerdings darf man nicht ganz vergessen, dass die Forschung in der F1 und in andern "Motorsportbereichen" die Effizienz der Motoren ebenso gesteigert hat wie die der Schadstoffausstoss gesenkt wurde. Der Motorsport hat problematische Seiten – er kann aber auch helfen, die Umwelt weniger zu belasten… Tja, alles hat eben 2 Seiten und ist kaum nur schwarz oder weiss…
Andi
sagte:

@ Der Beobachter
Das würde mich jetzt aber brennend interessieren, welches Rennteam primär daran Interesse hat, den Schadstoff-Ausstoss zu senken - diese Erklärung wäre etwa wie ein Regenwald-Abholzteam, das erklärt, möglichst schonend zu holzen, aber dann doch en masse abholzt...Korrekt wäre: "Der Motorsport hat nur problemtische Seiten und müsste weltweit verboten werden." Nur schon die weit verbreitete Verherrlichung dieser hirnlosen Benzinverschleuderung ist einfach zum möööggä.
Wenn jemand mit dem Flugzeug irgendwo hin fliegt, dient das immerhin (meistens) noch einem konkreten Zweck und Ziel. Autorennen aller Art sind aber bloss eine dämliche Verschleuderung von Ressourcen und eine immense Lärmbelästigung.
Und nebenbei gesagt einer der grössten Verstösse gegen den guten Geschmack auf diesem Planeten.
Motorsport forever
sagte:

Motorsport forever
Läck bisch du es Huscheli!
Franziska
sagte:

...
@motorsport foreverEntschuldigung - bist du so frustriert, dass der Ständerat den Formel 1 Rennen ein Ende gesetzt hat? Der Ständerat hat übrigens eine stramm bürgerliche und männliche Ratsmehrheit. Meinst du, das sind auch Huschelis?
vivendi
sagte:

...
@Andi: "Wenn jemand mit dem Flugzeug irgendwo hin fliegt, dient das immerhin (meistens) noch einem konkreten Zweck und Ziel."Dem Klima ist es völlig egal, ob CO2-Ausstoss einen Zweck hat oder nicht, die Folgen (oder Nicht-Folgen) sind die selben. Welchem Zweck dienen die Reisen von Tausenden von Teilnehmern an die Klimakonferenzen? Was dort päsentiert wird, kann man ebenso gut über Internet verbreiten. Wenn ich mit meinem Auto oft beruflich unterwegs bin, dann hat das auch einen konkreten Zweck: ich muss Geld verdienen, damit der Staat es mir wieder abnehmen kann.
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