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Ohne Frauen ist keine ganzheitliche Klimapolitik möglich

Wussten Sie, dass Männer 20 Prozent mehr Energie verbrauchen als Frauen? Das hat eine schwedische Studie ergeben, bei der Single-Haushalte von Frauen und Männern miteinander verglichen wurden. Zurückzuführen ist das Ergebnis in erster Linie auf die höhere Mobilität, aber auch auf das Freizeitverhalten und die Ernährung. Leider wird die Geschlechterfrage in der Umwelt- und Klimapolitik noch kaum thematisiert.

Trotz ersten – leider noch raren – Forschungsergebnissen - wird die Geschlechterfrage in der Klima- und Umweltpolitik noch kaum thematisiert. Und wagt es dann doch mal jemand, die Berücksichtigung der Genderperspektive zu fordern, erntet diese Person Kopfschütteln, Unverständnis und vielleicht sogar Vorwürfe: Sie verwässere auf diese Weise die klimapolitischen Forderungen, sie bringe den mühsam erzielten Kompromiss zu Fall, und sowieso fehle es an Zeit, um sich solch nebensächlichen Anliegen zu widmen.Doch wir gefährden gerade den Erfolg der Klimapolitik, wenn wir die Geschlechterfrage vernachlässigen. Frauen sind die grössten Unterstützerinnen einer weitreichenden Klimapolitik. Werden sie nicht einbezogen, gehen nicht nur ganz viele Ideen verloren. Werden sie nicht einbezogen, bleibt die Klimapolitik technologie- und marktfixiert. Dann werden wir uns damit begnügen, Investitionen in erneuerbare Energien zu fordern und dabei vergessen, dass wir die Ressource Energie auch sorgsam nutzen müssen. Wir müssen gerade auch in der Schweiz von unserem gigantischen Energieverbrauch wegkommen, wenn wir unser Leben und unser Wirtschaften weltweit wieder auf ein klimaverträgliches Mass bringen wollen.Nur wenn wir uns alle an der Klimapolitik beteiligen – Mann und Frau, Arm und Reich, Nord und Süd – wird diese umfassend und ganzheitlich sein. Nur dann werden wir uns zuerst überlegen, wofür wir die Kilowattstunde verwenden, BEVOR wir sie produzieren. Nur dann werden wir unser Konsumverhalten und unseren Lebensstil allgemein überdenken und auch mal verzichten.

Kommentare (2)

vivendi sagte:

Welche Studie?

Haben Sie einen Verweis (Link) auf diese Studie? Danke.
16. September 2009

Kellerhals sagte:

...

Diese Studie bestätigt nur das Vorurteil, dass Frauen den halben Tag damit verbringen, mit ihrer besten Freundin zu telephonieren. Da bleibt ja auch keine Zeit mehr, um die Umwelt zu schädigen.
15. Dezember 2009

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