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Mobile Menschen mobilisiert euch für eine zukunftsfähige Mobilität!

Die Initiative „Für den öffentlichen Verkehr" hatte einen guten Start: das Presseecho zur Lancierung am 21. März war beachtlich. Innerhalb von wenigen Wochen sind die ersten paar Tausend Unterschriften bereits beisammen. Mir macht es Spass, bei Veranstaltungen und auf der Strasse Unterschriften zu sammeln. Denn mit unserer Initiative liegen wir goldrichtig: viele Leute sind überzeugt, dass der öffentliche Verkehr in Zukunft mehr finanzielle Mittel braucht.

Die Lancierung der Initiative war eine Freude und löste ein beachtliches Medienecho aus. Jenes verursachte denn auch umgehend Gegenreaktionen: Der TCS liess die Medien wissen, dass er die Initiative „im Interesse aller mobilen Menschen in der Schweiz engagiert bekämpfen" wird. Entgegen den Einschätzungen des TCS treffe ich auf der Strasse und an Veranstaltungen auf viele „mobile Menschen", welche einen ganz anderen Schwerpunkt der Interessen vertreten... Pendlerinnen und Pendler wollen die Initiative des VCS „Für den öffentlichen Verkehr" praktisch ohne Überzeugungsarbeit unterschreiben. Sie sind ja auch sensibilisiert für die Problematik überfüllter Züge: Mitreisende, die wegen fehlender Sitzplätze genervt sind, oder Verspätungsmeldungen, die immer häufiger werden, gehören zu ihrem Alltag. Eine wahre „Genugtuung" beim Unterschriftensammeln sind für mich die Reaktionen der Autofahrerinnen und Autofahrern – jener Gattung, die laut TCS „die Opfer" der von ihm als Initiative „gegen Automobilisten" betitelten Volksinitiative sind. Schön, dass jene Gruppierung nicht auf die Selbstmitleidsmasche des TCS hereinfällt und sehr wohl die Notwendigkeit der Investitionen in den öffentlichen Verkehr erkennt. Noch schöner jedoch, dass sie das Ganze auch von ihrem Standpunkt aus als positiv beurteilen. Sie erkennen einen Mehrwert in der Verlagerung des Verkehrs von der Strasse auf die Schiene für jene, die auf Auto und Strasse tatsächlich angewiesen sind: Die Überlastung und die Staus auf der Strasse werden vermindert ohne zusätzliche Belastung der Umwelt durch endlosen Strassenbau... Von daher hat es mich auch nicht verwundert, aber sehr gefreut, dass sogar ein Lastwagenchauffeur unsere Volksinitiative unterschrieben hat.

Beim Unterschriftensammeln beeinflussen die Reaktion der Passantinnen und hPassanten meine Stimmung. Die ersten Erfahrungen sind ermunternd. Auch wenn nicht jede Anfrage ein Treffer bzw. eine Unterschrift für die Initiative ist, so sind die meisten Leute interessiert und für einen Meinungsaustausch aufgelegt. Die Leute auf der Strasse finden die Initiative „Für den öffentlichen Verkehr" ansprechend und nehmen sich häufig auch Zeit, sich fundiert darüber zu informieren. Mein Fazit der bisherigen Sammelaktion: Unsere VCS-Initiative bringt ein längst überfälliges und enorm wichtiges Thema auf den Diskussionstisch. Deshalb wünsche ich mir bei unseren Unterschriftenaktionen ein Gedränge wie allmorgendlich in den überlasteten Zügen. Denn wir brauchen für unsere Volksinitiative 100‘000 Unterschriften. Mit der Initiative werden wir in der politische Diskussion ein wirkungsvolles Werkzeug in der Hand haben um punkto Mobilität zukunftsweisende Lösungen zu erlangen. Ich freue mich, wenn auch Sie sich, als mobiler Mensch, mobilisieren und mit ihrer Unterschrift einen Beitrag für die Mobilität der Zukunft leisten! Unter www.aufgleisen.ch finden Sie den Unterschriftenbogen und viele weitere Informationen zur Volksinitiative „Für den öffentlichen Verkehr". Unterschreiben, aufgleisen, einsteigen!

www.aufgleisen.ch finden Sie den Unterschriftenbogen und viele weitere Informationen zur Volksinitiative „Für den öffentlichen Verkehr". Unterschreiben, aufgleisen, einsteigen!

Kommentare (11)

vivendi sagte:

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Sie wundern sich, dass Menschen leicht dafür zu gewinnen sind, über das Geld zu verfügen, das sie anderen aus der Tasche ziehen? Und dass diejenigen, in deren Tasche man greift, sich dagegen wehren? Wer den Wert einer sinnvollen Massnahme erkennt, ist auch bereit, dafür zu bezahlen.
13. April 2009

F.Teuscher sagte:

Von der Umverteilung profitieren alle!

Von der Umverteilung der Treibstoffzollgelder profitieren alle! Zum einen wird das Angebot von Bahn und Bus verbessert. So werden die Leute vermehrt auf den öffentlichen Verkehr umsteigen. Und so gibt es mehr Platz für diejenigen, die tatsächlich mit dem Auto unterwegs sein müssen: Geschäftsreisende, Transporteuere für die Feinverteilung der Waren etc. Dank gleich langen Spiessen für Strasse und Bahn weniger Stau für alle!
21. April 2009

vivendi sagte:

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Frau Teuscher, mir scheint, dass Ihre Logik hinkt. Sie wollen höhere Treibstoffzölle, damit die Leute vermehrt auf die öffentlichen Angebote umsteigen. Sie wollen damit erreichen, dass weniger Treibstoff verbraucht wird. Logischerweise müssen dann die Einnahmen aus den Treibstoffzöllen zurückgehen. Aus welcher Wundertüte kommt dann das Geld für den öffentlichen Verkehr, wenn Sie Ihr Wunschziel, eine fast autofreie Schweiz, erreicht haben?

Wollen Sie über mein selbstverdientes Geld verfügen und es an Andere verteilen? Wie wäre es, wenn Sie selbst etwas tiefer in ihre eigene Tasche greifen würden für eine öffentliche Dienstleistungen, die Sie angeblich so sehr schätzen? Oder schàtzen Sie sie nur, weil andere dafür bezahlen?
17. Mai 2009

vivendi sagte:

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Gleichlange Spiesse für alle? Wie messen Sie denn die Länge der Spiesse, und wann ist gleichlang länger? Aber solange andere dafür bezahlen, spielt das ja keine Rolle, Hauptsache Sie werden persönlich nicht zur Kasse gebeten.
17. Mai 2009

sultan sagte:

Schlechter Tag?

@vivendi: Ihre Postings werden immer langweiliger. Haben Sie eine Serie von schlechten Tagen erwischt?
17. Mai 2009

karlo.swissblog.ch sagte:

öV nachhaltig?

Ihr Lobgesang auf die Mobilität kann ich leider nicht nachvollziehen.

Sicher ist es volkswirtschaftl. inkl. ökologisch sinnvoller, den öV zu benutzen, als alleine in einem 5-Plätzigen Auto zu sitzen.

Was an Mobilität per se positiv sein soll, sehe ich aber nicht.
Das Parlament hat seine Aufgaben nicht gemacht und durch eine intelligente Siedlungspolitk die Wege kurz gehalten.
Früher arbeitete man 10Std./Tag und wohnte gleich "um die Ecke". Heute arbeitet man 8 Std./Tag hat aber noch 2 Stunden Arbeitsweg. Das wird dann als Wohlstandsgewinn verkauft (Mobilität=Lebensqualität?) auch wenn auf Kosten von Ressourcen und Umwelt.

Auch öV ist alles andere als ein nachhaltiges Verkehrsmittel.
Woher kommt dann die Energie=Strom für deren Betrieb? Aus AKWs, Kohle- oder mit dem eingespartem Benzin betriebenen Kraftwerken?

Besser eine Abgabe auf umweltzerstörendes, volkswirtschaftskostenverursachendes Verhalten, die dann auf alle Bürger gleichmässig verteilt wird.
Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er lieber die höhere Miete/Steuern/etc. in der nähe des Arbeitsplatzes bezahlt oder lieber freizeitraubend und teuer pendelt und dafür noch ein bisschen Grün vor der Hütte anglotzen will bevor es dunkelt.
11. Juni 2009

karlo.swissblog.ch sagte:

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Besser den Treibstoffzoll abschaffen oder zumindest teilweise in eine CO2-Steuer zugute aller Bürger umwandeln.

Dann wird nicht ständig zusätzliche neue Verkehrsinfrastruktur gebaut, weil das Treibstoffkässeli wieder mal übervoll ist.
Auch Investitionen in den öV verursachen Mehrverkehr, genauso wie auf der Strassse.
Das zeigt der NEAT-Lötschbergtunnel, der statt einer Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene vor allem zu mehr Freizeitverkehr geführt hat.
Vielleicht würde eine CO2-Steuer dazu führen, dass das Pendeln zB von Zürich nach Bern teurer wird, als ein ZH-Nationalrats-WG-Zimmer in Bern.
11. Juni 2009

karlo.swissblog.ch sagte:

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Ein zusätzlicher Teller Teigwaren ist immer noch die geschmackvollere Energie als Solarzellen oder Benzin um von A nach B zu kommen

Die Förderung des Langsamverkehrs wird immer noch massiv vernachlässigt neuerdings sogar bei den Grünen.

Scheinbar fördert das zuwenig die Zunahme der Staatsquote und die Abhängigkeit von Entscheidungen Dritter.
11. Juni 2009

karlo.swissblog.ch sagte:

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Bei Agglomerationsprogrammen werden Millionen für öV oder MIV gesprochen. Für Velofahrer bleibt höchstens ein Randsteinvelostreifen, der nur für Autos den Vorteil hat, dass diese die gesetzlich vorgeschriebenen Abstand beim Überholen von Velos nicht mehr einhalten müssen, dh. eine massive Sicherheitsdefizit der des von Politiker und Behörden "förderungswürdigen" Veloverkehr.

Ich würde mich schämen, mit einem Bundesrat zu posieren, der es in seiner jahrzehntelangen Amtszeit verpasst hat, die Gesetzte für den Langsamverkehr aus den "heilen" 50-er Jahren zu reformieren.

Meine Kinder spulen jährlich 2000-3000 km auf innerstädtischen Strassen per Velo ab. Sicherer wären sie auf jeden Fall in energieverschleissendem öV oder MIV.
Soll ich mir nun ein Auto kaufen und sie damit in die Pfadi, zu Kindergeburtstagen, in die Schule etc. chauffieren (wie die Mehrzahl der Eltern auch), damit sie den Strassenverkehr auch einigermassen sicher überstehen können?

Wer wartet bei Wind und Regen länger vor der Strassenkreuzung: der privileglierte öV oder der Fussgänger oder Velofahrer?

Und sowas nennt sich grün. Das sind höchstens Bürgerliche mit einem grünen Touch, denen nicht mal bewusst ist, dass es Menschen im unserem Land gibt, die sich weder Auto noch öV leisten können.
11. Juni 2009

vivendi sagte:

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@karlo: Geht der Treibstoffzoll nicht in die Staatskasse, also für alle Bürger?

Wo würden Sie als Radfahrer fahren, wenn Ihnen die Automobilisten nicht grosszügig die von ihnen bezahlte Verkehrsinfrastruktur (Strassen, Radwege) zur Verfügung stellen würden?
18. Juli 2009

vivendi sagte:

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karlo, dann erklären Sie doch einmal Ihr Verkehrskonzept unter Berücksichtigung der folgenden Annahmen:
Wir wohnen in einem kleinen Ort in der Nähe von Hirzel, weil ich dort aufgewachsen bin, und meine Eltern ein Haus hinterlassen haben. Ich arbeite in Wàdenswil, meine Frau hatte schon vor unserer Heirat einen guten Arbeitsplatz beim Bahnhof Enge (ZH) und hat in beibehalten. Meine beiden Kinder studieren an der ETH bzw. Uni Zürich.
18. Juli 2009

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