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Mit dem Klimaexpress nach Kopenhagen
Vor einer Woche haben in Kopenhagen 192 Staaten begonnen über ein neues Klimaschutzabkommen zu verhandeln. In der Halbzeit steht fest, dass es noch ein weiter Weg ist, bis Ende Woche eine Einigung hinzukriegen. Ich freue mich, am Mittwoch mit dem Klimaexpress nach Kopenhagen zu fahren, um vor Ort das Geschehen in den letzten zwei Tagen mit zu verfolgen.
Auf dem Gipfel in Kopenhagen stehen sich Industrie- und Schwellenländer gegenüber: Laut dem bisher vorliegenden Entwurf für ein globales Abkommen sollen alle Länder ihre Emissionen von klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2050 gegenüber den Werten von 1990 um 50 bis 95 Prozent verringern. Die Industriestaaten sollen ihre Emissionen bereits bis 2020 um 25 bis 40 Prozent reduzieren. Der Text sieht vor, dass der globale Höhepunkt von CO2-Emissionen so bald wie möglich überschritten werden soll.
In einer Zeitung habe ich gelesen, dass gegen 18 000 Gäste aus aller Welt an der Klimakonferenz teilnehmen. Viele dieser Gäste sind mit dem Flugzeug angereist und haben damit das Klimaproblem noch zusätzlich verschärft. Überlegen wir uns einmal, wie viel CO2-Ausstoss die Reise von 1100 Kilometer aus der Schweiz nach Kopenhagen und zurück zur Folge hat. Reisen wir mit dem Flugzeug, so beträgt der CO2 Ausstoss laut Berechnungen von myclimate 0.47 Tonnen. Nehmen wir hingegen die Bahn produziert die Fahrt „bloss“ 0.11 Tonnen CO2-– also fast viermal weniger. Darum freut mich die Kampagne des Internationalen Eisenbahnverbandes ganz besonders. Die Bahngesellschaften wollen die Konferenz-Teilnehmenden auf der Schiene im ClimateExpress nach Kopenhagen transportieren. Die SBB nimmt ebenfalls an dieser Kampagne teil. Sie werden am 16. Dezember für die Reise der Schweizer Delegation nach Kopenhagen einen Sonderzug einsetzen. Der Vorsteher des Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Moritz Leuenberger, wird mit dem Klimaexpress nach Dänemark reisen wird, um in der letzten Phase des Gipfels die Position der Schweiz zu vertreten und hoffentlich ein gutes Klimaschutzabkommen auszuhandeln. Ich werde selber zusammen mit Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden auch an Bord sein und die Fahrt nach Dänemark sicherlich geniessen. Für mich ist es ein starkes Zeichen, das hier die SBB und andere Bahngesellschaften setzen. Es hilft mit, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass der Verkehrssektor einen grossen Einfluss hat auf den Klimawandel und dass die Bahn ein sicherer und klimafreundlicher Verkehrsträger ist. Ich bin gespannt, ob es gelingen wird, in Kopenhagen ein neues Abkommen auszuhandeln, welches unsere Mobilität in nachhaltige Bahnen lenkt.Kommentare (9)
Ben Palmer
sagte:

...
... und wenn Sie ganz auf die Reise verzichten würden, könnten sie diese Emissionen sowie die Infrastruktur-Emissionen vor Ort auch noch einsparen. Was gewinnt die Menschheit, wenn Sie nach Copenhagen reisen?In Spitzentagen sind in Copenhagen 140 Privatjets angemeldet, die mangels Parkplatz gleich wieder auf benachbarte Flughäfen weiterfliegen müssen. über 1400 Grosslimousinen sind gebucht.
Wenn das kein sinnloses Theater ist ...
Sturm
sagte:

@palmer: Als Klimaskeptiker...
...ist Ihnen schon lange klar, dass dieser Klimawandel nicht menschgemacht ist, werter Herr Palmer. Warum regen Sie sich nun so auf? Wenn ich Ihre Beiträge hier lese und richtig interpretiere, könnten doch auch 1000 Privatjets nach Kopenhagen fliegen, es würde gar nichts ausmachen. Also gilt auch für Sie: cool down.
Ben Palmer
sagte:

...
Sie irren. Mir ist klar, dass der Mensch einen Einfluss auf das Klima hat, so wie das Klima einen Einfluss auf den Menschen hat. Aber in dieser Klimadebatte geht es eben gar nicht um Klima, sondern um Geld. Unser Herr Leuenberger ist natürlich stolz darauf, dass er mit 150 Mio in der Tasche, die er frei verteilen darf, sein Ego aufpolieren kann.Was nicht klar ist, ist die Wissenschaft, die dahinter steht. Wir streietn immer noch darüber, ob es vor tausend Jahren eine Warmperiode gab. Sie wurde und wird immer wieder verleugnet, weil offenbar die Baumringe nichts davon wissen.
Satellitendaten haben es zum ersten mal erlaubt, Korrelationen zwischen Temperatur und Wolkendecke herzustellen. Das CERN arbeitet an einem Projekt (CLOUD) das diese Vorgänge physikalisch nachbilden soll. Das CERN würde wohl kaum Millionen investieren, wenn da nichts dahinter stünde.
Aber wir wissen inzwischen, dass Panikmache eine beliebte Taktik in der Politik ist: Waldsterben, Borkenkäfer, Ozonloch, Vogelgrippe, SARS, Rinderpest, Schweinegrippe.
Wir leben in interessanten Zeiten.
Ben Palmer
sagte:

Glauben oder wissen?
Statt Dogmen zu vertreten, empfehle ich, sich die Fakten anzusehen. Beispielsweise: wie werden Temperaturen gemessen und zu einer "globalen Erwärmung" zusammengefasst.MeteoSuisse misst Temperaturen an einem Dutzend Orten in der Schweiz, Diese Daten werden in der Schweiz "ajustiert" und dann eine Datensammelstelle der NASA übergeben. Dort werden weitere Ajustierungen vorgenommen, die nicht mehr nachvollziehbar sind, weil die Methoden geheimgehalten werden. So unterscheiden sich die am Säntis gemessenen Temperaturen in der NASA Datenbank um bis zu 1.3°C. Das bei einer vermuteten Erwärmung von etwa 0.5°C / Jahrhundert. Der Fehler ist also grösser als das Resultat ... da müssen die Alarmglocken schrillen.
Sowohl die Daten von MeteoSuisse als auch die der NASA sind frei auf dem Internet einsehbar. Mit ein wenig Kopfarbeit kann sich jeder selbst die richtigen Fragen stellen.
Christian Wasserfallen
sagte:

Klimapolitik mit Gesamtsicht statt Abwehrreflexe!
Das Scheitern der Konferenz zeigt sich exemplarisch am Verhalten unseres Bundesrates Moritz Leuenberger, der sich im ökologischen Deckmäntelchen mit Steuergeldern, zusammen mit 80 anderen Personen im Extrazug in die dänische Hauptstadt fahren liess. Für den Rückweg benutzte er dann aus Bequemlichkeitsgründen dann doch lieber den Bundesratsjet. Zwecks Abholung des Ministers im Ausland wurde das Flugzeug leer aus der Schweiz nach Dänemark geflogen – zulasten der CO2-Bilanz des Umweltministers. Dies nur nebenbei.Klar ist: Es ist an verschiedenen Schrauben zu drehen und eine Gesamtsicht zu wahren damit der Klimaexpress richtig fährt. Leider ist in der Politik – insbesondere von Links-Grün – diese Gesamtsicht nicht erwünscht. Man wehrt sich mit Händen und Füssen gegen die CO2-armen KKW und den Ausbau der CO2-armen Wasserkraft ohne Alternativen aufzeigen zu können. Dieser Politik zeige ich die rote Karte, denn sie führt zum Strom-Blackout. Die FDP ist die einzige Partei, welche die geforderte Gesamtsicht wahren und die Vor- sowie die Nachteile der verschiedenen Szenarien ansprechen kann. Wir sind bereit!
f.teuscher
sagte:

AKW sind keine Lösung für das Klimaproblem
@ Christian Wasserfallen: Die angeblich CO2-freie Atomkraft als Klimaschutzmassnahme zu verkaufen ist lächerlich. Beim Abbau, bei der Aufbereitung und beim Transport von Uran und bei der Abfallbewirtschaftung wird massiv CO2 ausgestossen. Es ist einfach, aus der Atomkraft auszusteigen. Mit einer intelligent kombinierten Strategie aus erneuerbaren Energien und dem sorgsamen Einsatz jeder produzierten Kilowattstunde liessen sich die AKW ohne jeglichen Komfortverzicht vollständig ersetzen. Zudem hätte diese Energiepolitik auch einen angenehmen "Nebeneffekt": wir würden die einheimlische Wirtschaft stärken und erst noch tausende von Arbeitsplätzen schaffen. Das sollte die Wirtschaftspartei FDP endlich auch zur Kenntnis nehmen.....
Christian Wasserfallen
sagte:

KKW sind Teil der Lösung des Klimaproblems
@ f.teuscher: Ich habe nie von CO2-freier Stromproduktion aus KKW geschrieben. Sie ist CO2-arm aus den Gründen die Du erwähnst. Aber die kWh Strom aus KKW ist nun einfach verglichen mit den anderen Technologien unschlagbar und somit eine Möglichkeit, die Klimadebatte zu entschärfen. Das sehen übrigens auch die Wirtschaft und wir so. Auf diese Weise schlägt man 2 Fliegen auf einmal: Günstiger Strompreis aus CO2-armer Produktion. Warum helfen die Grünen nicht mit, bei der Kernkraft wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren?
f.teuscher
sagte:

...
@Christian Wasserfallen: die Nutzung der Atomenergie bringt uns mehr Probleme als sie löst. Woher nehmen wir nur all das Uran - denn auch Uran ist eine endliche Ressource? Was tun wir mit dem atomaren Abfall, den wir über Millionen von Jahren sicher lagern müssen? Was passiert mit der Schweiz, wenn der Gau trotzdem einmal eintrifft? Und schliesslich noch: der Uranabbau ist eine grosse Umweltbelastung und produziert viel CO2 - von CO2-armer Energie kann nicht die Rede sein!
Urs Muntwyler Geschäftsführer Solarcenter Muntwyler AG
sagte:

Grüne für erneuerbare Energien und "green collar jobs"
Sehr geehrter Herr WasserfallenDa tun Sie den "Grünen" nun aber unrecht. Gerade die "Berner Grünen", zu denen Frau Teuscher ja nun sicher gehört, setzen sich für alternative Lösungen ein. Sie haben eine Initiative "Bern erneuerbar" eingereicht. Diese fordert eine Energieversorgung auf der Basis erneuerbarer Energien und dem Energiesparen. Das fördert auch noch die einheimische Wirtschaft. Gerade wir Berner müssen mehr auf die Solarenergie setzen. Diese Branche ist mittlerweile auf mehr als 1'000 Arbeitsplätze angestiegen. Mit unserer Fachhochschule Bern und fortschrittlichen Rahmenbedigungen haben wir das Potential diese "Green Collar Jobs" noch zu steigern. Als Berner Solarunternehmer würde ich es begrüssen, wenn sich auch die FDP für die einheimische Wirtschaft einsetzt.
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