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Ich bin eine Aussteigerin

Japan hat mich die ganze Woche beschäftigt. Über Internet und TV erlebten wir diese Katastrophe hautnah mit. Doch trotzdem, das Leid und die Trauer, welche die Bevölkerung in Japan durchmachen muss, ist unvorstellbar und hat mich immer wieder tief beschäftigt. Über Facebook und Twitter habe ich meine Gedanken und Forderungen kommuniziert. Wer gerne meine aktuellen Überlegungen erfahren und sich mit mir austauschen will, dem empfehle ich, mich auf Facebook oder Twitter zu begleiten. Ich setze alles daran, dass der Atomausstieg nicht nur beschlossen, sondern in einem Zeitplan festgelegt wird. Die Volksinitiative ist dazu das richtige Mittel.

Heute reden alle von Atomausstieg. Doch noch Anfangs Februar war das anders. Alle bürgerlichen Parteien im Kanton Bern haben sich für das neue AKW in Mühleberg ausgesprochen. Die BDP, die jetzt lautstark auf die Wasserkraft setzt, war vor ein paar Wochen stramm auf Atomkurs. Ich bin froh, dass sich nun viele Bürgerliche Gedanken machen zum Atomausstieg. Denn ein Umdenken ist dringend nötig. Aber wie können wir verhindern, dass sie ihre Position nicht wieder ändern, wenn der Unfall in Japan etwas in den Hintergrund tritt? Die Geschäftsleitung der Grünen hat beschlossen, dem Vorstand und der Delegiertenversammlung eine Volkinitiative zu beantragen mit einem verbindlichen Ausstiegsszenario. Ich bin überzeugt, dass die Volksinitiative uns erlaubt, Druck aufs Parlament auszuüben, wenn es in den kommenden Jahren wieder auf den Atomkurs umschwenken will.  Ich werde alles daran setzen, dass die Schweiz eine Aussteigerin wird.

Kommentare (2)

Peter Klaus Affolter sagte:

ATOM und FAKTEN





LIEBE MITBÜRGERINNEN UND MITBÜRGER im Seeland, im Kanton Bern, im Aargau, in der Schweiz:
Seid wachsam, mutig und stark, glaubt nicht den abhängigen, befangenen ATOM-Experten und Nuklear-Interessenpolitikern und -innen, lasst euch nicht Sand in die Augen streuen!

Heute verblassen bereits die Katastrophenbilder, ein Riss in Fukushima ist zu, man will nichts mehr hören und sehen - und hier haben wir ja „Schwein gehabt“.

Wenn Frau Bundesrätin Leuthard am 5.April 2011 meinte „es ist leichtsinnig, den Verzicht auf Kernenergie zu fordern“, ist dies wahrlich eine sehr leichtsinnige, unreflektierte Aussage einer politisch Verantwortlichen, welche am 19.März noch „faktenbasierte“ Diskussionen gefordert hat.
MEMO: Der Radioaktivität sind auch nach X -tausend Jahren nuklearpolitische Glaubensbekenntnisse irgendwelcher Art völlig egal, jedenfalls dies ist “FAKT”.

ZWEI NAGELPROBEN:
1. Alle Fakten, insbesondere Schadensberichte und Schadensbilder aus den AKWs müssen jetzt der Bevölkerung zugänglich gemacht werden, da gibt es keine „Geheimnisse“, Schutzbehauptungen und Schönfärbereien. Es darf nicht sein, dass nur ein paar WENIGE Eingeweihte, Auserwählte und Nuklearwirtschaftspolitiker ein PRAKTISCH unberechenbares Gefahrenpotential für unser Land und für die Bevölkerung beurteilen und schlimmstenfalls gravierende Entscheidungen treffen.
2. Sobald die meist hochdotierten Schreibtischtäter sich selber in ernsthafte Gefahr bringen müssten, würden sie sehr, sehr ruhig und würden die gefährlich strahlenden, missachteten Dreckeffekte dem „subalternen“,und moderat bezahlten Putzpersonal überlassen.
Peter Klaus Affolter, Grossaffoltern, im 20 km-Bereich des AKKW- Mühleberg
09. April 2011

F.Teuscher sagte:

...

@Peter Klaus Affolter: auch ich glaube den bürgerlichen Versprechen nichts. Ich bin froh, dass sich die Delegierten der Grünen heute für die Lancierung der Volkisinitaive für den Atomaussteig ausgesprchen haben. Und ich hoffe, dass die Initiative viele promineten Untersützterinnen und Unterstützer aus verschiedenen Lagern bekommt.
09. April 2011

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