Einen Benzinfünfziger für das Klima
Die letzten Sommerferien verbrachte ich mit meiner Familie in England. Mir fiel dort auf, dass die Engländer für Benzin viel tiefer in die Taschen greifen müssen als die Schweizer. In Grossbritannien kostet der Liter Treibstoff gegen 2.50 Franken, bei uns etwa 1.70 Franken. Die Schweiz hat im europäischen Vergleich die tiefsten Benzinpreise. In Europa bezahlt man durchschnittlich über 2 Franken pro Liter Benzin. Sollen wir uns darüber freuen, dass wir für einmal nicht Höchst- sondern Tiefstpreise für ein Produkt bezahlen?
Viele Deutsche fahren zum Auftanken über die Schweizer Grenze. Denn in Deutschland verteuert eine Ökosteuer das Benzin. Das spült dreistellige Millionenbeträge an Treibstoffgelder jährlich in unsere Bundeskasse. Schweizerinnen und Schweizer fahren über die Grenze nach Deutschland, weil Fleisch und Käse dort billiger zu haben sind. Das beschert unserem Gewerbe Ausfälle in Milliardenhöhe.
Es ist doch absurd, für ein paar Gramm Käse oder Fleisch, aber auch für eine Tankfüllung 1.6 Tonnen Autoblech zu bewegen. Denn unnötiges Autofahren schadet Umwelt und Klima. Das hat auch Bundesrat Leuenbergre erkannt. Ein markant höherer Benzinpreis in der Schweiz würde sowohl das Fahr- als auch das Kaufverhalten verändern.
Dann kämen die Deutschen nicht mehr auf die Idee, bei uns zu tanken. Und die Schweizerinnen und Schweizer würden am Wochenende nicht mehr nach Deutschland rasen, um dort billiger einzukaufen. Das wäre für Klima und Umwelt und für das lokale Gewerbe ein echter Gewinn. Denken Sie doch daran, wenn wieder über den Bezinpreis diskutiert wird.
Kommentare (24)
Thomas
sagte:

...
Eine Benzinverteuerung trifft die Bewohner in Randregionen, die auf das Auto angewiesen sind. Steuern und Abgaben schaden dem Wirtschaftsstandort Schweiz und dem Gewerbe! Die Treibstoffzollgebühren von Ausländern sind wertvolle Einahmen für den Bund.Wie wäre es, wenn der Agrarmarkt liberalisiert würde? Keine Direktzahlungen und Subventionen mehr? Dann würden die Einkaufs-Fahrten nach Deutschland auch aufhören!
zwicky
sagte:

du verkappter linker...
@thomas: seit wann spielen denn Randregionen überhaupt eine Rolle? Die willst du auch noch schützen? Bist ja schlimmer als diese grünen peripheren Denkmalpfleger. Was haben den die Randregionen in der Schweiz bisher gebracht? Das ist doch alles Wischiwaschi-Randständigen-Gelabber: Was zählt sind die Verbindungen zwischen den potenten Wirtschaftsorten! Die A1 muss endlich 6-spurig werden. Was sollen wir denn mit Randregionen, lieber Thomas? Die sollen doch in die Städte kommen, dann vermögen sie auch wieder ein Auto. Die wollen wir sicher nicht noch subventionieren, wie du das vorschlägst.
M. Tognola
sagte:

...
Früher haben die Randregionen schon was gebracht: Soldaten. Heute gibt es keine Kriege mehr und kaum noch Kinder auf dem Land. Also brauchen die Städte die Leute aus der Randregionen nicht. Wozu sollen also andere Bewohner dieses Landes die Randregionen subventionieren? Man braucht die Menschen dort ja nur als Heidi, Kellnerin, Käser, oder Skiliftbügelhalter während der Ferienzeit. Auf die Wasserzinsen sollten die besser auch noch verzichten, damit die Schweizer Stromproduzenten billiger sein können als Atomstrom. Dann verkaufen wir die Randregionen dem meist bietenden, der sich nach Sommerfrische und Wasser sehnt. Toll, oder?, diese neue Schweiz, die sich nur nach Nutzen und Markt-Kriterien orientiert! Ironisch: die Schweiz als Willensnation scheint heute ein Ziel der Grünen und Linken!
skeptiker
sagte:

willensnation
Das stimmt tatsächlich! Wenn man sich Micheline Calmy-Rey zum Rütli und zum Thema Nationalstolz (nicht Nationalismus!) anhört, dann reibt man sich schon etwas die Augen (äh Ohren): Die SP ist stolz das Rütli als mythischen Ort und Ursprung der modernen (sic!!!) Schweiz verortet zu haben. Da werden plötzlich und munter fundamentale SVP-Standpunkte für sich umgedeutet: die Linke will schon lange nicht mehr aus dem Staat Gurkensalat machen (60er/70er), dass übernimmt mittlerweilen die SVP (Classe Politique, Volkswahl, Staat abschaffen wo es geht).Die Linken und Grünen scheinen endlich begriffen zu haben, dass sie zu den staatstragenden Parteien gehören können, während dem sich die SVP langsam aber sicher aus dieser Verantwortung zieht: jeder soll für sich selber gucken, der Staat soll sich möglichst nicht einmischen. Während die SVP Randregionen eher als selbstregulierende oberflächliche Tourismus-Landschaften anguckt, sehen die Linken/Grünen dort den kulturellen Kern der Schweiz, dem man nicht nur wirtschaftlich unter die Arme greifen muss.
skeptiker
sagte:

@zwicky
Was ich noch vergessen hatte: Zwicky, Klappe halten!Du hast hier gar nichts verstanden und kannst wieder zurück in dein Réduit-Bunker schleichen. Wir sagen dir dann, wann du wieder rauskommen darfst.
Andi
sagte:

Korrektur
"(...) Während die SVP Randregionen eher als selbstregulierende oberflächliche Tourismus-Landschaften MIT KUHFLADEN anguckt(...)"
Malena
sagte:

Benzin wie Zigaretten
Ja ja, macht ihr nur das Benzin teurer. Irgendwann passt man sich an, gewöhnt sich an den hohen Preisen und raucht weiter gelassen aus dem Cabriofenster.
Thomas
sagte:

...
@ Zwicky: Weil ich eine Erhöhung der Treibstoffzollsteuer sowie eine Kuhfurzsteuer ablehne und sage in Randgebieten seien viele aufs Auto angewiesen, heisst dass nicht, dass ich ich für irgentwelche Subventionen bin!Es gibt noch viele andere Leute, die nicht einfach nur so aus Spass herumfahren - z.B. der Bäcker beim Ausliefern oder den Familienvater, der jeden Tag weite Strecken mit dem Auto zurücklegt zur Arbeit (öV gibt es nicht immer und überall, manchmal ist das Auto sinnvoller...), damit er abends bei der Familie sein kann. Aber das sehen eben Extremisten wie Frau Teuscher nicht ein. Die Wirtschaft zur Sau machen, Arbeitsplätze vernichen, aber dafür ein gutes Gewissen haben, was fürs Klima getan zu haben genügt. Die kühlen Sommertage passen wohl nicht in die Wahlhysterie der Grünen. Ihr hofft wohl auf eine starke Hurrikanseason und viele noch viele Überschwemmungen, damit ihr das Klimamärchen erzählen könnt. Übrigens: im Mittelalter was wärmer als heute - waren da auch Autoabgase schuld?
F.Teuscher
sagte:

...
Die Randregionen werden nicht durch hohe Benzinpreise sondern durch die Sparpolitik bedroht: Ausdünnung des öffentlichen Verkehrs, Abbau der öffentlichen Arbeistplätze etc. Dagegen habe ich mich als Grüne im Parlament gewehrt - zum Teil mit Erfolg (z.B. im Bereich Post). Ich setze mich auch dafür ein, dass Randgebiete und Bergtäler mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen sind. Jede Region hat ihre Vor- und Nachteile. Wer wie ich in der Stadt wohnt, hat zwar einen guten ÖV und braucht kein Auto um zur Arbeit zu gehen. Aber auch in der Stadt gibt es happige Nahteile: hohe Mieten, hohe Krankenkassenprämien, schlechte Luft, viel Lärm und wenig Grün. In Randregionen gibt es hingegen auch viele Vorteile: weiniger Mietkosten, tiefere Krankenkassenprämien, ruhige Wohnlage, das Erholungsgebiet gleich vor der Türe.@thomas: wenn wir alle landwirtscgftlichen Subventionen und Direktzahlungen streichen würden, dann würden sich die Randregionen rasch entvölkern! Und das will ich nicht. Und etwas scheinst du auch noch nicht verstanden zu haben: die Energieeffizienz und die Förderung von erneuerbarer Energien schafft tausende von Arbeitsplätzen. Das hat Energie Schweiz eindrücklich gezeigt. In Deutschland ist das der boomende Markt mit hohen Wachstumsraten. Also nichts von Wirtschaft zur Sau machen.
Casal
sagte:

Was ist denn mit der Insel
Zum Benzinpreis möchte ich noch folgendes sagen: Als wir seinerzeit über Schengen-und Dublin abgestimmt haben, hiess es doch: die Schweiz darf keine Asylinsel in Europa sein. Gut. Aber wie ist es mit der Benzinpreisinsel. Wenn alle europäischen Nationen den Preis hochhalten, auch wegen dem Umweltschutz und dem Klimawandel, wir diese Bemühungen aber mit Tiefstpreisen unterlaufen, finde ich das so ziemlich daneben. Hierzulande fahren doch noch immer alle mit ihren Donnermaschinen herum wie die Aargauer herum, als sei der Klimawandel eine Erfindung der Eskimos. Weil der Treibstoff zu billig ist. Man müsste den Benzinpreis auf 5 Franken hochschrauben. Mit den zusätzlichen Einnahmen könnte man dann endlich die superteueren GAs oder generell das Zugfahren verbilligen.
Thomas
sagte:

...
Wer sagt denn, dass am ¨Klimawandel¨der Mensch schuld ist?
skeptiker
sagte:

anthropogen?
@thomas: die Wissenschaft sagt uns das. Du musst das natürlich nicht glauben, aber dann sind wir schon wieder in einem anderen Gebiet: dem Glauben. Und ich weiss nicht, ob du dich da eher zuhause fühlst.
Thomas
sagte:

...
Die Wissenschaft ist sich eben nicht einig wie u.a. die Rundschau vor drei Wochen berichtete.
skeptiker
sagte:

rundschau
@thomas: na ja dein Namensvetter hat es aber recht deutlich in der Rundschau gesagt. Aber mal ganz grundsätzlich: wie würdest du dich denn verhalten, wenn du in einem Auto auf der Autobahn fährst, und plötzlich verspürst du vorne links Vibrationen? Dein Beifahrer ist Automech und sagt dir: "Halt mal kurz am Pannenstreifen an, ich glaub, da ist eine Unwucht im vorderen linken Rad, eventuell kann das Rad sogar abfallen. Brems mindestens etwas ab.". Auf dem Rücksitz sitzt der 1. Lehrjahrstift des Automechs, der sagt "Ach Blödsinn! So Vibrationen gibt es bei diesem Typ Auto regelmässig. Zudem fahren wir auf einem Belag der solche Vibrationen auslösen kann - fahr nur ruhig weiter mit dem Tempo, das kommt nicht von deinem Auto". Hand aufs Herz: ich würde nicht auf den Stift hören.
Casal
sagte:

...
Das Problem ist doch, dass wir einfach nicht die Grenzen erkennen können. Ich einer endlichen Welt gibt es kein unendliches Wachstum. Das gilt auch für die CO2-Emissionen. Wir können die Grenzen der Tragfähigkeit des Systems noch ein wenig hinausschieben. Aber irgendwann ist schluss. Aber eben. Solche Grenzen sind politisch ein Tabuthema und den Oekonomen völlig fremd.
M. Tognola
sagte:

anthropogen oder "die Wissenschaft"
@thomas: (Natur)Wissenschaften funktionieren so, dass publizierte Resultate und Schlussfolgerungen sehr wohl in Frage gestellt werden. Aber mit Argumenten (Methodenkritik, Gegendaten, Gegenmodell) die wiederum zur Diskussion stehen. Seriöse Kritik hat in den 20 Jahren sehr wohl auch die Klimaforschung weiter gebracht. Unstimmigkeiten wurden aufgedeckt und später in besseren Modellen doch erklärt. Seriöse wissenschaftliche Kritik erfolgt in fachzeitschriften, nicht durch Behauptungen in den Medien. Alle alternativen Erklärungen zur Rolled der CO2 Immissionen für die jetztige Erwärmung des Klimas konnten bisher wissenschaftlich widerlegt werden. Der IPCC Bericht ist voll davon. Das Klima ist sehr komplex, von vielen Faktoren beinflusst. Ehemalige Skeptiker haben inzwischen die Evidenz durch neuere Daten akzeptiert.In der Wissenschaft wird man nie etwas beweisen können. Man hat nur eine Wahrscheinlichkeit, dass es stimmt, weil alles andere noch unwahrscheinlicher ist. Woher weisst Du, dass ein Medikament wirkt? Und wenn Dir jemand sagt, dass es bei ihm nicht wirkt? Die Schädlichkeit des Rauchen ist auch anerkannt, auch wenn es 90-jährige Raucher gibt.
Es geht nicht darum, ob man als Einzelperson an den Klimawandel glaubt oder nicht. Es geht darum, dass die Politik, Zeichen aus der Wissenschaft ernst nehmen muss. Die Politik soll versuchen den CO2 Austoss zu reduzieren, denn die Politik kann dem Einzelnen nicht sagen: "pass dich an, ziehe weg oder trag die Folgen", denn es geht auch um die folgenden Generationen. Die Klimaforschende haben auch Prognosen gemacht was sich wie verändert: es gibt mehr Energie in der Atmosphäre (->heftigere Stürme, Winde, krassere Extreme), die Meerspiegel steigen, gewisse Gebiete werden zur Wüste; die Nutzung des Boden muss ändern (z.B mehr Bewässerung), etc etc. Man kann nicht draun glauben. Aber wenn sie doch recht haben und es dann tatsächlich so kommt?
Casal
sagte:

...
Ist es nicht viele eher so, dass die Wissenschafter heute alle käuflich sind, die Resultate je nach Auftraggeber zurechtbiegen. Und dass man darum nichts beweisen kann. Jedes Argument wird doch von der Gegenseite mit "seriösen" Studien sogleich widerlegt. Die Unis brauchen halt auch Geld. Also macht man schnell für Shell eine nette kleine Untersuchung, dass der Klimawandel eine Erfindung grüner Fundis ist und säht Zweifel. Es ist doch erstaunlich, wie zum Beispiel der Spiegel, innerhalb weniger Wochen, zuerst das Weltende ankündigte, und in einer weiteren Titelgeschichte, dieses dann sofort wieder anzweifelte... Der Rundschau Beitrag, auf den sich Thomas bezieht, habe ich auch gesehen. Der war aber mehr als tendenziös.
.... Man muss sich heute einmal das Interview vom Bäumle in der Sonntagszeitung einziehen. Was diese Knalltüte tatsächlich sagt, ist zum davonrennen. Der Typ, dem Klimaschutz ein wichtiges Anliegen ist, besitzt einen BMW und einen schweren Töff, den er aber wohlgemerkt in der Garage stehen lässt. Wers glaubt wird seelig. Wieso sollen andere Sterbliche klimaverträgliche Autos posten, wenn selbst ein Grüner einen grossen Benzinschlucker fährt.
F.Teuscher
sagte:

...
@Man kann immer alle wissenschaftlichen Fakten in Frage stellen. Es gibt auch eine Wochenzeitung in der Schweiz, die dies beim Klimaschutz liebt. Was solls. Ich fordere lieber zu viel Klimaschutz als zu wenig. Denn der Planet Erde ist mir lieb und den möchte ich auch meinen Kindern weiter geben können. Investitionen in den Klimaschutz lohnen sich auf jeden Fall: denn damit schaffen wir innovative nachhaltige Arbeitsplätze. grüne Politik ist eben vernetzte Politik.
Potenza89
sagte:

Fairness
Ich finde das Benzin soll in der Schweiz mindestens wieder um 10Rp./L sinken. Ist normal, die jenigen die viel verdienen interessieren sich auch nicht für das Finanzielle, aber die jenigen, die wenig oder nichts verdienen, und ein Fortbewegungsmittel brauchen können sich es nicht leisten. Ich finde, entweder sollte man ein Kärtchen machen für die die mehr und weniger verdienen und für die, die vom Ausland kommen die Preise anpassen, oder man sollte die Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel senken, weil es sonst im schlimmsten Fall zum Krieg führen wird. Bitte nehmt das zur Kenntniss.Gruss
Ben Palmer
sagte:

Unnötig
"Es ist doch absurd, für ein paar Gramm Käse oder Fleisch ... 1.6 Tonnen Autoblech zu bewegen"ebenso absurd ist es, mit einer Familie für die Sommerferien nach England zu fahren oder zu fliegen.
Ben Palmer
sagte:

...
"Man kann immer alle wissenschaftlichen Fakten in Frage stellen." Wenn es sich um Fakten handelt, kann man sie nicht in Frage stellen: Fakten sind Fakten. Aber man kann sehr wohl die Interpretation von Fakten in Frage stellen. Wo, Frau Teuscher, sind Ihre Fakten und Ihre überzeugenden Interpretationen dazu? Spielt es eine Rolle, welche Farbe das Papier hat, auf welchem die Fakten gedruckt sind?
Sultan
sagte:

@Ben Palmer: Fakten sind Fakten?
Mein lieber Herr Palmer, da haben Sie sich aber ganz schön ins Zeug gelegt. Nicht mal in den exakten Wissenschaften werden Fakten als Fakten hingenommen. Wenn Sie jemals etwas mit Wissenschaft am Hut hatten, dann wüssten Sie, dass ein guter Wissenschaftler jede Faktenlage prüft und hinterfrägt.Ein Müsterchten gefällig?
Wenn Ihnen ein Meteorologe erzählt, dass es Gestern im Kanton Bern 50mm Niederschlag pro m2 gab, dann ist das in Ihren Augen ein Faktum, dass nicht hinterfragt werden sollte. In den Augen eines Wissenschaftlers wird dieses Faktum jedoch sehr wohl hinterfragt. Meistens sind nämlich solche "Fakten" immer nur aus Meta-Informationen abgeleitet worden (punktuelle NS-Messungen, Radar-Interpretationen). So auch im Niederschlag. Niemand kann jemals eine "wahre" Aussage über den Niederschlag über eine bestimmte Fläche machen. Also kann auch niemand mit Bestimmtheit sagen, dass es 50mm waren.
Die gesamte Wissenschaft beruht immer auf Annahmen. Keine ernstzunehmende Wissenschaftlerin wird jemals sagen "Fakten sind Fakten.". Solche Aussagen finden Sie jedoch bei streng religiösen Eiferern, die gerne nur an eine einzige Wahrheit glauben wollen.
Ben Palmer
sagte:

...
@Sultan: Wenn es nicht 50 mm Niederschlag sind, wieviele sind es dann?Um das beurteilen zu können, muss man die Messmethode kennen, wie Sie richtig bemerken. Für die Niederschlagsmenge an einem bestimmten Ort ist das ganz einfach: man stellt einen Behälter im Freien auf und misst, wieviel Wasser nach dem Regen darin ist. Dann hat man die örtliche Niederschlagsmenge. Sind das keine nachvollziehbaren Fakten?
Wenn Sie innerorts mit 55 gestoppt werden, können Sie sich dann damit herausreden, dass die diese Geschwindigkeit nicht den Fakten entspricht?
Aber wie sieht es mit der "globalen" Temperatur aus? Wo misst man sie: auf dem Marktplatz vor dem Bundeshaus oder am Marzilibad, in Sodankyla (Finland) oder in Verhojansk (Sibirien)? Womit misst man sie? Wann misst man sie: um 7:00 oder um 7:30, 21:17, 21:20?
Wie hat man die Temperaturen vor 500 oder 1000 Jahren gemessen und woher kennen wir diese Messwerte auf Zehntelgrad genau? Hier haben wir es wirklich nicht mit Messwerten sondern mit Proxy-Werten (=mittelbare Werte) zu tun. Und ob Baumringe wirklich verlässliche Thermometer sind, darüber gibt es keine einzige wissenschaftliche Arbeit! Man verwendet die Baumthermometer aber trotzdem.
Übrigens: "Meta-Informationen" sind "Informationen über Informationen". Daraus kann man keine Fakten ableiten.
Ben Palmer
sagte:

...
F. Teuscher: "Investitionen in den Klimaschutz lohnen sich auf jeden Fall: denn damit schaffen wir innovative nachhaltige Arbeitsplätze"Schrieben Sie vor 18 Monaten. Jetzt, angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise zeigen und die Politiker, dass man mit leeren Taschen keine Investitionen machen kann und vor allem nicht will. Die EU und auch Andere distanzieren sich plötzlich von ihren hochgesteckten Zielen, weil man Arbeitsplätze nur dann schaffen kann, wenn man bereit ist, dafür etwas zu bezahlen. Dazu müsste man dem Steuerzahler zwangsweise zusätzliches Geld aus der Tasche ziehen. Kann man aber nicht.
Wieviel haben Sie den persönlich und am Arbeitsplatz in alternative Energie investiert? Heizen Sie mit Sonnenkollektoren, beziehen Sie Strom aus Windmühlen oder Foto-Voltaik Anlagen, die sie selbst finanziert haben? Zeigen Sie uns doch einmal, wie getreu Sie Ihren eigenen Forderungen sind. Seien Sie uns Vorbild und zeigen Sie es auch.
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