Ein wichtiger, aber noch zu kleiner Schritt getan
Noch Mitte letzter Woche sah alles düster aus: vor einem Jahr wurde aus Kopenhagen Flopenhagen, und auch Cancun drohte, sich als eine weitere, untätige Station im Kampf um den Klimawandel einzuordnen. Umso mehr war ich erstaunt und freudig überrascht, als ich gestern vom Resultat der Schlussverhandlung erfuhr. Die internationale Gemeinschaft hat mit einem Kompromiss zur Weiterführung des Kyoto-Protokolls über 2012 hinaus Handlungsfähigkeit bewiesen. Damit wurde ein wichtiger, aber zu kleiner Schritt getan. Nun müssen von den einzelnen Staaten weitere Schritte folgen, damit die nächste Konferenz in Durban, Südafrika, konkrete Ziele und Massnahmen für den Klimaschutz verabschieden kann.
Noch Mitte letzter Woche sah alles düster aus: vor einem Jahr wurde aus Kopenhagen Flopenhagen, und auch Cancun drohte, sich als eine weitere, untätige Station im Kampf um den Klimawandel einzuordnen. Umso mehr war ich erstaunt und freudig überrascht, als ich gestern vom Resultat der Schlussverhandlung erfuhr. Die internationale Gemeinschaft hat mit einem Kompromiss zur Weiterführung des Kyoto-Protokolls über 2012 hinaus Handlungsfähigkeit bewiesen. Damit wurde ein wichtiger, aber zu kleiner Schritt getan. Nun müssen von den einzelnen Staaten weitere Schritte folgen, damit die nächste Konferenz in Durban, Südafrika, konkrete Ziele und Massnahmen für den Klimaschutz verabschieden kann. Dafür braucht es nun einen grossen Sprung nach vorn und nicht nur winzig kleine Schritte. Denn in einem Jahr müssen in Durban ein verbindliches Abkommen und die entsprechenden Massnahmen beschlossen werden, damit die globale Erwärmung auf zwei Grad begrenzt werden kann. Wichtig ist die Einrichtung eines Klimafonds, mit dem die Länder unterstützt werden, die am wenigsten zum Klimawandel beitrugen, aber am härtesten von ihm betroffen sind. Auch die Schweiz muss nun zeigen, dass sie gewillt ist, das Zweigradziel in der eigenen Politik umzusetzen. Dafür genügen die im CO2-gesetz vorgesehenen Ziele und Massnahmen nicht. Das Parlament hat es noch immer in der Hand, die Weichen im Hinblick auf Durbun richtig zu stellen: der CO2-Ausstoss muss um 40% gesenkt werden, davon mindestens 30% im Inland.
Auch die Wirtschaft muss zeigen, dass sie gewillt ist, ihren CO2-Ausstoss zu reduzieren. Ich freue mich, dass Swisscleantech am 7. Dezember seinen einjährigen Geburtstag feierte. In seinem Positionspapier zur Klimapolitik steht: „Einige meinen, wir können uns bis 2020 nicht mehr als 20% CO2-Emissionsreduktionen leisten. Swisscleantech meint, dass wir uns nicht weniger als minus 40% leisten können.“ Ein ehrgeiziger Klimaschutz ist nicht wirtschaftshemmend, sondern die beste Wirtschaftsförderung für die Zukunft.
Wir müssen auch vermehrt die Macht der Konsumentinnen und Konsumenten mobilisieren. Wenn alle Schweizerinnen und Schweizer mehr Gemüse und Obst und weniger Fleisch essen und Biolebensmittel einkaufen, kann man auf eine bequeme Art das Klima schonen. Auch bei der Ernährung liegt ein Reduktionspotential von 35 Prozent CO2 drin. Gerade vor Weihnachten stehen in allen Supermärkten wieder viele exotische Früchte aus der ganzen Welt in den Regalen. Dahinter steckt ein grosser CO2-Ausstoss, weil diese leicht verderblichen Lebensmittel mit dem Flugzeug transportiert werden. Jede Konsumentin, jeder Konsument kann sich also im Laden für mehr oder weniger Klimabelastung entscheiden.
Weihnachten, die Zeit der Hoffnung - ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr mit dem Klimaschutz einen grossen Sprung voran kommen!