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Ein Horror findet statt

Meine Gedanken sind bei der japanischen Bevölkerung. Nach der schrecklichen Naturkatastrophe mit Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami sind die Leute in Japan nun noch mit einem weiteren Horor konfrontiert, dem atomaren Gau. Nach einer Naturkatastrophe können die Aufräumarbeiten bereits am nächsten Tag beginnen. Bei einem radioaktiven Unfall dagegen spürt die Bevölkerung die Strahlung nicht, der sie ausgesetzt wird. Sie darf jedoch für Jahrzehnte, ja vielleicht auch Jahrhunderte nicht mehr in ihr Heim zurück kehren können. Die Strahlung bringt gesundheitliche Schäden oder sogar den Tod. Der atomare Schaden lässt sich nicht mehr beheben.

Atomkraft ist zu gefährlich. Das müssen wir nun leider ein weiteres Mal miterleben. Sicher haben die Behörden in Japan auch immer wieder behauptet, man hätte alles im Griff wie das in der Schweiz auch immer passiert. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hat 2002 in ihrem Gutachten festgehalten, dass Mühleberg keinem Erdbeben standhalten würde. Mühleberg ist wie der defekte Reaktor in Japan ein Siedewasser-Reaktor. Ich will mir gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn es in der Schweiz auch wieder einmal ein Erdbeben geben würde. Auszuschliessen ist dies ja nicht. Ich verlange vom Bundesrat, dass er Mühleberg die unbefristete Betriebsbewilligung, die er 2009 erteilt hat, entzieht. Mühleberg muss, wie ursprünglich vorgesehen, 2012 den Betrieb einstellen. Alles andere ist fahrlässig. 

 

Kommentare (6)

Peter Fähndrich sagte:

Was bleibt da noch zu sagen?

Tja, nun werden uns die mit der Atom-Technik verbundenen Gefahren lebendig vor Augen geführt. Ich sah bei ihrem Tagesschau-Austritt ihr "Japan-Solidarität-Täfeli"? Ist dies allgemein erhältlich. Ich denke wir Grüne könnten damit Farbe bekennen und mit diesem kleinen Zeichen auch schon an die folgenden Wahlen denken.
15. März 2011

Martin Wissler sagte:

Was bleibt in paar Monaten noch ihn den Köpfen der Menschen

Ich denke in einem Jahr ist das wieder vergessen. Leider !!! Wir sollten uns jetzt überlegen, ob wir jetzt nicht sofort umsteigen in andere Technologien investieren müssen. Es dringend, etwas zu unternehmen, und nicht auf die Atomlobby abzustellen. Atom nein danke !!!!!! Jetzt müssen wir nicht genutzten Alternativen sofort einsetzen. Ich werde das Berücksichtigen welche Partei in dieser Richtung unternimmt.
15. März 2011

Stefan Bögli sagte:

Grüner Nationalratssitz Frau Täuscher

Auch Ihr Nationalratssitz wird vor Allem im Winter auch vom KKM-Mühleberg Beleuchtet und mitbeheizt Frau Täuscher!!!!
15. März 2011

Peter Affolter,Grossaffoltern sagte:

RISSBILDER PUBLIZIEREN

RISSE GENAU BEOBACHTEN

Einer Mehrheit der Stadtberner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger würde, gemäss der Konsultativabstimmung vom 13.Februar, ein neues, grösseres, nur 13 Kilometer von der Stadt entferntes Atom-Kernkraftwerk mit Abfall-Zwischenlager in Mühleberg offensichtlich und mit Recht Angst machen. Heute, am 18.März 2011, MACHT das 40-jährige AKKW in Mühleberg sehr vielen Kantons-Bernerinnen und Bernern Angst. Immer noch unterschätzen NUKLEAR-Fachleute und ahnungslose Atom-Politiker die langfristigen gesundheitlichen, ökologischen und ökonomischen Risiken von Atom-Kernanlagen, im Gegensatz zu ihnen sind darüber die Versicherungsfachleute für Grossrisiken bestens informiert, jenen geht’s knallhart ums Geld. Wer sich über viele Jahre mit Alterungs-, Korrosions-, Riss- und Leckageproblemen bei hoch beanspruchten Anlagen und Bauteilen PRAKTISCH, nicht bloss mit schönen Risiko -Hochrechnungen und Schreibtischtheorien, befasst hat und dabei auch noch seine eigene Gesundheit aufs Spiel gesetzt hat -habe ich-, wird die Atom-Kernenergiepolitik in den nächsten Zeit sehr genau beobachten.

DIE BESTENS DOKUMENIERTEN RISSBILDER IM KERNKRAFTWERK MÜHLEBERG MÜSSEN JETZT ENDLICH OFFIZIELL PUBLIZIERT WERDEN, was kein Problem sein dürfte, da diese gemäss der BKW keinerlei Gefahren für die Bevölkerung zur Folge haben sollen.

Peter Affolter, Grossaffoltern
18. März 2011

f.teuscher sagte:

...

@Peter Fähndrich: Das Täfeli war unser spontaner Beitrag am letzen Montag zur Solidarität mit Japan. Es war selbst gebastelt und ein bisschen "handglismet". Wichtig war uns, den Gedanken der Solidarität auch im Parlament zu äussern.
@Martin Wissler: ich befürchte auch, dass viele, die jetzt den Atomaussteig verlangen, diesen weider verlassen, wenn Japan aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Ich bin überzeugt, wir müssen nun Druck machen, dass das Parlament in den kommenden Jahren den Atomausstieg definitv und mit einem klaren Zeitplan beschliesst. Die Volksinitiative scheint mit dazu das beste Mittel.
@Stefan Bögli: der Strom in der Stadt Bern kommt doch vom ewb. Und dieses steigt bis 2039 aus der Atomenergie aus.
@Peter Affolter: Ich bin gespannt, wie lange sich der Schrottreaktor noch halten kann. In den Medien ist die Kritik recht gross. Ich habe auch im Parlament einen Vorstoss eingereicht, Mühleberg sofort vom Netz zu nehmen. Ich bin gespannt auf die Antwort des Bundesrates.
20. März 2011

Peter Klaus Affolter sagte:

ATOMZORN

Peter Klaus Affolter, Grossaffoltern

MEIN ATOM ZORN -eine moderatere Version

Den Herren Polit-Ingenieuren, Restrisiko-, Redundanz-, und Probabilistik- EXPERTEN ist nicht zu trauen: fast immer werden „ technische Dreckeffekte“ vernachlässigt oder verharmlost weil „nicht signifikant“: Mikrokorrosion, Risse, Lecks ,falsche oder alte Dichtelemente, klemmende Ventile, fehlende oder defekte Stromkabel, undichte Behälter, Ermüdungs- und Alterungsphänomene sind bekanntlich keine „schöne Atom-Physik“, sondern unberechenbare Dreck- und Störeffekte .
Ist dies "plumpe Tschernobyl-Rhetorik" ?
Sobald die meist hochdotierten Schreibtischtäter sich selber in ernsthafte Gefahr bringen müssten, würden sie sehr, sehr ruhig und würden die gefährlich strahlenden, missachteten Dreckeffekte dem „subalternen“, und moderat bezahlten Putzpersonal überlassen.
03. April 2011

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