Der Atomausstieg hat begonnen!
Die Atomlobby hat geklotzt mit grünen Plakaten und grossen Inseraten, doch punkten konnte sie am Abstimmungssonntag nicht gross. Nur noch 51 Prozent der Berner Stimmbevölkerung haben sich für ein neues Atomkraftwerk in Mühleberg ausgesprochen. 2003 stellten sich nur 31 Prozent hinter eine Zukunft ohne Atomkraftwerke aus. Heute sind es bereits 49%. Und morgen wird es eine Mehrheit sein!
Das Abstimmungsresultat im Kanton Bern zeigt, dass bei der Atomenergie ein Umdenken im Gang ist. So wurde die eidgenössische Volksinitiative "MoratoriumPlus" für die Verlängerung des Atomkraftwerk-Baustopps im Jahr 2003 nur von 41 Prozent der Berner Stimmbevölkerung angenommen, sogar nur 31 Prozent sagten damals Ja zur Volksinitiative „Strom ohne Atom“. Inzwischen haben viele Bernerinnen und Berner erkannt, dass sie die Nachteile und Risiken der Atomenergie nicht für weitere Jahrzehnte in Kauf nehmen wollen. Zum ersten Mal haben sich in dieser Abstimmungskampagne auch Unternehmer, Vertreter des Kleingewerbes und Bäuerinnen und Bauern gegen den Strommonopolisten BKW und seinen wettbewerbsverzerrenden Atomstrom gestemmt. Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, die Schweizer Stimmbevölkerung bis zur Volksabstimmung über den Bau eines neuen AKW im Jahr 2013 davon zu überzeugen, dass wir getrost auf die Atomkraft verzichten können. Denn die sicheren und sauberen Alternativen sind auf dem Vormarsch.
Immer noch ist das Problem der "Endlagerung" ungelöst, und ein Tiefenlager ist bei der konkreten Standortsuche nicht mehrheitsfähig. So hat der Kanton Nidwalden heute ein Lager für radioaktive Abfälle im Wellenberg mit 80 Prozent wuchtig verworfen. Auch in Zukunft auf Atomkraft zu setzen ist daher auch verantwortungslos. Denn wo keine Lösung für das Abfallproblem in Sicht ist, darf man nicht weiter auf Atomkraft setzten und Atommüll produzieren. Der Atomausstieg hat begonnen und ist nicht mehr aufzuhalten, den erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz gehört die Zukunft!
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