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Den strahlenden Müll werden wir nicht mehr los

Mit vereinten Kräften wollen wir ein neues AKW in Mühleberg verhindern. Bis zur Abstimmung am 13. Februar 2011 wird das Komitee „Nein zum neuen AKW Mühleberg“ mit Flyern, Plakaten, Inseraten und Aktionen gegen einen AKW-Neubau präsent sein. Eines der wichtigsten Argumente gegen neue AKW ist die seit 40 Jahren ungelöste Abfallentsorgung. Die Atomwirtschaft hat es nicht fertig gebracht, für diesen strahlenden Abfall eine sichere Lagerstätte zu finden. Trotzdem wollen die Stromgesellschaften jetzt drei neue AKWs bauen. Das ist unverantwortlich!
Im deutschen Asse, in der Nähe von Wolfenbüttel, wurden zwischen 1967 und 1978 126 000 Fässer mit Atommüll gelagert. Und zwar in einem alten Salzbergwerk. Die Lagerstätte Asse ist nach knapp 30 Jahren schon ein Sanierungsfall. Man hat dort eine Häufung von Krebsfällen festgestellt. Ob das mit den Lecks der Lagerstätte zusammenhängt, wird derzeit untersucht. Asse zeigt aber, dass die Lagerung von hochgiftigem Müll eine ständige Gefahr für Mensch und Umwelt ist.Die Entsorgungsfrage ist eine Lebenslüge der Atomindustrie. Was die Stromgesellschaften nicht sagen: Wir werden den strahlenden und hochgiftigen Abfall nicht mehr los. Bis heute kann uns kein Konzept die absolute Sicherheit vor Verstrahlung bieten.Der radioaktive Abfall muss eine Million Jahre sicher verwahrt verbleiben. Den Homo sapiens gibt es auf der Erde erst seit 150 000 Jahren. Wie also muss man diesen gefährlichen Müll markieren, damit er auch nach 100 000 Jahren von unseren Nachfahren  als Gefahrenquelle erkannt wird? Das ist eine weitere ungelöste Frage. Wir graben heute von unseren frühen Vorfahren Gegenstände aus, die wir aber nur ansatzweise deuten können. Und genau so wird es unseren Nachfahren ergehen, wenn sie auf den radioaktiven Müll stossen werden.

Kommentare (2)

Graber sagte:

Ing.

Sehr geehrte Frau Teuscher

Sie schütteln immer den Kopf, wenn jemand, auch eine Atomphysikerin, nicht das sagt was Sie denken.
Mit welchem Recht?
Unsympatisch!
18. Februar 2011

Peter Affolter,Grossaffoltern sagte:

Schöne Physik und Dreckeffekte

Peter Affolter sagte:
6. Februar 2011 um 22:40

Guten Abend Herr ....Atom-Kernexperte,

Ja, die Physik wäre schon eine schöne Wissenschaft, aber eben – in der TECHNIK müssen wir uns oft mit „den niederen Dreckeffekten herumschlagen”, wie ein auch Ihnen sicher bekannter CH-Kernkraftpionier, Prof.Dr.Walter Winkler, sinngemäss zu sagen pflegte. Denken Sie nur an kleine, ärgerliche Leckagen, Risse, Korrosion, klemmende Ventile, Rückstände, Verschleiss etc etc..
Zusätzlich müssen wir immer auch die menschlichen Unsicherheits-Faktoren bei technisch komplexen Anlagen genau in Betracht ziehen, und dabei sind menschliche “soft” Faktoren schwer in “vollredundante Systeme” sicher einzubinden.
Nachtrag vom 18.März 2011: und welche Menschen müssen jetzt ihre Gesundheit,ihr Leben, in Japan einsetzen, etwa all die Risikotheoretiker die am sichern Schreibtisch "schöne Nuklear-Physik" betreiben ?
18. März 2011

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