Medien und Service
Blog
Das Highlight in Kopenhagen Das Highlight in Kopenhagen
Bei Kälte und Wind haben wir in Kopenhagen vor dem Konferenzgebäude die 40m x 40m grosse Schweizer Fahne ausgerollt. Ein eindrücklicher Moment und ein starkes Zeichen der Schweizer Bevölkerung für einen griffigen Klimaschutz. Auf der Fahne haben 10‘000 Leute ihre Wünsche für die Klimakonferenz in Kopenhagen festgehalten. Doch leider fand diese Stimme der Schweizer Bevölkerung bei den Verhandlungen kein Gehör.
Die grosse Klimafahne war zusammen mit Bundesrat Leuenberger und Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien mit dem Klimazug nach Kopenhagen gereist. Während rund vier Monaten hatte die Fahne vorgängig eine Reise durch die Schweiz gemacht und Unterschriften zusammengetragen für ehrgeizige Klimaschutzziele. Bei Wind und Wetter haben wir die grösste Schweizer Fahne vor dem Konferenzzentrum ausgerollt. Die Schweiz lag ausgebreitet auf dem Boden mit den 10‘000 Wünschen für einen griffigen Klimaschutz. Wahrlich ein grossartiges Bild, doch leider das einzige freudige Ereignis in Kopenhagen. Denn was die Staatschef miteinander am Schlusstag vereinbart haben, ist ein Trauerspiel. Die Regierungschefs der Welt haben sich in Kopenhagen einzig und allein darauf geeinigt, dass die Klimaerwärmung zwei Grad nicht überschreiten darf. Wie dies zu erreichen ist, steht in den Sternen. Der Klimagipfel ist kläglich gescheitert.In Kopenhagen haben die Industrieländer einmal mehr ihre wirtschaftliche Vormachtstellung verteidigt. Mit dieser Haltung ist kein umfassender Klimaschutz möglich – wir brauchen dringend eine umfassende Klimagerechtigkeit. Was bleibt nun zu tun? Bis zu den Verhandlungen in Mexiko müssen die Industrieländer den Beweis antreten, dass es ihnen mit dem Klimaschutz ernst ist. Auch die Schweiz muss 2010 dringend ein Klimaschutzprogramm aufgleisen, um das zwei Grad Ziel einzuhalten. In Mexiko kann die Schweiz nur glaubwürdig für einen Klimaschutz, der alle Staaten umfasst, einstehen, wenn sie im eigenen Land die nötigen Massnahmen einleitet hat. Die Schweiz ist mit 18 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Kopf auf Rang 4 der weltweiten Klimasünder, sofern die importierte graue Energie mit eingerechnet wird (siehe carbon footprint of nations http://carbonfootprintofnations.com/content/ranking/). Handeln tut Not! Auch in unserem eigenen Interesse müssen wir den CO2-Ausstoss reduzieren. Die Schweiz ist durch die Gletscher und Berge besonders von der Klimaerwärmung betroffen. Handeln wir nicht, wird der Alpenraum bald kein Lebensraum mehr sein. So habe ich nur einen Wunsch für 2010: Um den Klimawandel endlich abzubremsen, beschliesst die Schweiz griffige Klimaschutzmassnahmen – als Vorbild für die anderen Industriestaaten und im Interesse der künftigen Generationen, denen ich die Schweiz als Lebensraum erhalten will.
Kommentare (31)
Ben Palmer
sagte:

Im Interesse der künftigen Generationen
Das Klima unseres Planeten ist durch periodische Wechsel zwischen kalten und warmen Perioden gekennzeicht. Kälteperioden haben in der Vergangenheit zu Nahrungsmangel und erhöhter Sterblichkeit geführt, der Mensch kämpfte um sein Überleben.Wir haben das Glück in einer Wärmeperiode zu leben, die unsere Evolution entscheidend beeinflusst hat. Wir leben und arbeiten Wohnungen und Räumen, wir eine funktionierende Nahrungsmittelversorgung, die auch für 6 Milliarden Menschen ausreicht (ausreichen könnte). Wir haben eine funktionierende Gesundheitsversorgung. Wir sind nicht mit der täglichen Sorge um unsere Grundversorgung beschäftigt, kein tägliches Holzfällen, keine Feldarbeiten, um unsere tägliche Nahrung sicherzustellen kein Risiko unzureichender Ernten.
Unsere Lebenserwartung hat sich gegenüber früheren Zeiten.
Dank dem milden Klima und dem technischen Fortschritt kämpfen wir nicht mehr um das Überleben, wir leben. Und wir haben daneben noch ausreichend Zeit, uns aus- und weiterzubilden, unsere Lebensbedingungen wieter zu verbessern und auch für die Zukunft zu sichern.
Wir sind es den nachfolgenden Generationen und auch den Menschen in der ärmeren Ländern schuldig, diese Errungenschaften nicht aufzugeben, sondern weiter zu entwickeln und allen zugänglich zu machen. Dazu brauchen wir Energie. Wir haben auch die Mittel und das Wissen, progressiv neue Energiequellen zu erschliessen und Energie effizienter zu nutzen.
Aber es werden auch immer Menschen diese Energie nutzen wollen. Dürfen wir sie daran hindern, in dem wir ihnen Geld als Ersatz anbieten? Wenn wir auf unsere Errungenschaften verzichten und sie nicht weiter entwickeln, wird das nicht möglich sein.
Ben Palmer
sagte:

Alpen und Gletscher
Ein Besuch auf dieser Site http://glaciology.ethz.ch/swis...-1900.htmlzeigt, dass unsere Gletscher schon vor der industriellen Zeit im Rückzug waren. Geben Sie z.B. die Jahre 1890, 1900, 1930 ein. Damals gab es weder Zentralheizungen noch Off-Roader.
Oder geben Sie 1975 oder 1980 ein, um eine Zunahme der Gletscherausbreitung zu sehen, trotz hohem CO2-Ausstoss.
Es ist wirklich bedauerlich, dass Sie, Frau Teuscher, mit weinerlicher Stimme den Untergang unseres Alpenraums an die Wand malen ohne sich umfassend zu informieren. Offenbar waren Sie 1892 nicht am Zinalgletscher um festzustellen, dass er schon damals auf dem Rückzug war:
http://glaciology.ethz.ch/messnetz/glaciers/zinal.html
sturm
sagte:

die zeit der amateure...
...ist vorbei. so hat es john kerry in kopenhagen ausgedrückt. ich denke auch sie herr palmer müssten das zur kenntnis nehmen. das wir nur so lange in einer warmphase leben, als wir nichts dagegen tun, sagen uns klimaforscher seit mehr als 15 jahren. es freut mich, dass diese erkenntnis nun auch bei iihnen angekommen ist. was die ethz auch zu ihren präsentierten gletscherdaten sagt, ist, dass der schwund noch nie so schnell war wie in der letzten dekade. das gilt auch für alle anderen wärmeperioden in der klimageschichte.wenn wir uns nun auf amateure wie sie herr palmer verlassen habe wir im schlimmsten fall die erde für nachfolgende generationen zu einem unwirtliche ort gemacht. im besten falle haben sie recht, und alles war hysterie. wenn wir auf die profis hören, so besteht die 100% chance, dass wir den schlimmsten fall erleben, wenn wir untätig bleiben und uns weiterhin auf fossile energieträger verlassen.
sie und ich haben die wahl herr palmer auf wen sie sich verlassen möchten. btw: würden wir hier über die bedrohung durch terrorismus debatieren, so wäre bereits die 1%-möglichkeit eines terroranschlags gegeben, wir würden alles versuchen um diesen abzuwenden - es könnten ja unschuldige sterben. warum tut man das beim klimawandel nicht?
Ben Palmer
sagte:

Sturm im Wasserglas
Ich habe nirgends erwähnt, dass wir uns nur auf fossile Energieträger verlassen sollen. Wenn Sie kurzfristig einen besseren Energieträger zu annehmbaren Preisen entwickeln können, gehört Ihnen die Welt.Sie irren sich, was die Terrorbekämpfung betrifft. Es wurde bisher kein einziger Terroranschlag durch verschärfte kontinuierliche Überwachung der Bürger verhindert. Das Ziel von 1% Risiko ist ohnehin illusorisch. Sie haben 100% Risiko zu sterben und 0% davon gehen auf das Terrorrisiko.
Ich erinnere mich noch, als man ins Flugzeug steigen konnte wie in den Bus. Inzwischen besteige ich Flugzeuge nur noch, wenn ich dazu gezwungen bin. Nicht weil ich Angst habe, sondern weil ich mich nicht jedesmal bis auf die Unterhosen ausziehen oder stundenlange wie ein Verbrecher vor einem Ganzscanner in der Schlange stehen will. Aber die Terroristen haben ihr Ziel schon längst erreicht: Wir haben Freiheiten aufgegeben und leben in dauernder Angst. Ist das nicht eine perfekte Analogie zu dem, was Kopenhagen vorhatte?
Ben Palmer
sagte:

...
"das wir nur so lange in einer warmphase leben, als wir nichts dagegen tun". Um Gottes Willen, tun Sie nichts dagegen! Wenn es wärmer wird, brauchen wir weniger Heizenergie, müssen wir weniger häufig unsere Ferien im Süden verbringen. Kältewellen sind Ursache von etwa 10-mal mehr Todesfällen als Wärmewellen. Die Herzinfarktraten sind im Winter höher als im Sommer.Ziehen Sie wirklich eine Eiszeit der jetzigen Temperatur vor?
Aber letzten Endes hat die Natur das letzte Wort. Jegliche Erwärmung, aus welchem Grund auch immer, wird in der nächsten Eiszeit vergessen sein.
Sturm
sagte:

Wie gesagt...
...die zeit der amateure ist vorbei. Wir wissen heute, dass eine weitere erwärmung weit tragischere auswirkungen hat, als die stabilisierung der temperaturen. Für einige wenige gebiete mag eine erwärmung positive effekte haben, für andere gebiete der erde jedoch nur negative. Ich habe in ostafrika vor 10 jahren das muster der niederschlagsverteilung der letzten 40 jahren analysiert, heute geht man davon aus, dass die verschobenen und schwächeren regenzeiten eine folge der anthropogenen erwärmung des klimas sind. In diesen gebieten ist wasser jedoch der grösste limitierende faktor. Bleibt das wasser aus, steigt der druck auf die bereits ausgelaugten böden, ein verteilkampf ums wasser beginnt. Dieser kampf hat rund um den mt. Kenya heute schon begonnen. Das resultat ist: soziales elend, menschen die flüchten und den druck damit anderswo auf die fruchtbaren böden erhöhen. Sie sehen herr palmer:für sie mag alles gut ausgehen, für viele millionen andere nicht.
Ben Palmer
sagte:

Amateure?
Achten Sie darauf, keine logischen Fehlschlüsse in Ihre Aussagen einzubauen. Sie sagen "dass die verschobenen und schwächeren regenzeiten eine folge der anthropogenen erwärmung des klimas sind". Die selbe Beobachtung, wenn sie denn stimmt, würde man auch machen, wenn die Erwärmung NICHT anthropogen wäre, selbst wenn sie den Beweis antreten könnten, dass die Erwärmung anthropogen ist.Nehmen Sie zu Kenntnis, dass sich Andere damit auch schon beschäftigt haben, und zu anderen Schlüssen kommen:
"The green Sahara episodes correspond with the changing direction of the earth's rotational axis that regulates the solar energy in the tropical Atlantic Ocean. Periods of maximum solar energy increased the moisture production while pushing the African monsoon further north and increasing precipitation in the Sahara."
http://snipurl.com/tujgd
UNICEF berichtet
"... the absolute number of child deaths in 2008 declined to an estimated 8.8 million from 12.5 million in 1990; ...
Compared to 1990, 10,000 fewer children are dying every day"
Trotz - oder dank - steigenden CO2-Emissionen!? Die Fortschritte unserer Zivilisation, dank leicht verfügbarer Energie, sind nicht aufzuhalten. Und alle können davon profitieren.
Ben Palmer
sagte:

Ost-Afrika
IPCC: Observed Climatic Changes (Hulme et al., 2001; IPCC, 2001)• Warming of 0.7°C over the 20th century for Africa
• 0.05°C warming per decade through the 20th century
• Increased precipitation for East Africa
Offenbar reichen 40 Jahre Beobachtung nicht aus, um das Weltklima auf eine Ursache festzunageln, denn:
"They found equatorial east Africa was significantly drier than today during the Medieval Warm Period from AD 1000 to 1270, while it was
relatively wet during the Little Ice Age from AD 1270 to 1850. However, this latter period was interrupted by three periods of prolonged dryness: 1390-1420,
1560-1625, and 1760-1840. These “episodes of persistent aridity,” in the words of the authors, were "more severe than any recorded drought of the twentieth century.”
Ben Palmer
sagte:

Gletscher
Ein interessanter Artikel:"Bei seinen Erkundungen des Bodens, den die zurückweichenden Eismassen freigaben, fand [Gernot] Patzelt Reste von Bäumen. Ein sicherer Hinweis, dass die Gletscher sich in früheren Zeiten noch weiter zurückgezogen hatten als heute. An den Jahresringen und mithilfe der Radiokohlenstoffdatierung lies sich ablesen, dass die Bäume aus der späten Jungsteinzeit und der Bronzezeit stammen. Wo heute Gletscher sind, oder bis vor Kurzem noch waren, wuchs damals Wald.
http://snipurl.com/tukzf
Sturm
sagte:

Sie unterstellen dinge...
Die ich weder hier geschrieben, noch in meiner diplomarbeit erwähnt habe, herr palmer. Wenn sie meinen kommentar richtig gelesen haben, so werden sie für keine ihrer unterstellungen einen anhaltspunkt finden (im gegenteil, ich nehme in meiner arbeit die periodizität der sonnenaktivität als ein mögliches erklärungsmuster für die verschobenen regenzeiten). Eventuell haben sie ein grundsätzliches problem damit, dass die wissenschaft nie sagt 'so ist etwas, und dies ist der komplette kausale zusammenhang'. Sondern man geht von der wahrscheinlichkeit aus, dass phänomene sich so erklären lassen. Im falle der klimaerwärmung liegt die wahrscheinlichkeit, dass diese anthropogene ursachen hat, bei annähernd 100%.Noch etwas verbiete ich ihnen: fakten so umzubiegen, dass sie ihnen passen. Ich habe nirgends in meinem kommentar behauptet, dass man induktiv von einer 40-jährigen niederschlagsanalyse auf ein weltklima schliessen könne. Wenn sie kaffeesatz lesen möchten, dann tun sie das, aber bitte nur im privaten.
Ben Palmer
sagte:

...
dann habe ich wohl ihre Aussage "geht man davon aus, dass die verschobenen und schwächeren regenzeiten eine folge der anthropogenen erwärmung des klimas sind" falsch verstanden. von Sonnenaktivitàt kann ich darin nichts finden. Aber ich habe ja ihre Diplomarbeit auch nicht gelesen.Ich wundere mich allerdings über Ihre diffusen Kenntnisse der Wissenschaft Das Ziel von Wissenschaft ist u.a., kausale Zusammenhänge abzuleiten: Ursache und Wirkung. Ursachen können, wie beim Klima, multifaktoriell sein.
"Wahrscheinlichkeit" gehört zur mathematischen/statistischen Wissenschaft, nicht zur Naturwissenschaft. Wahrscheinlichkeit ist eine Frage der persönlichen Einschätzung oder der stochasitschen Verteilung. Aber Naturwissenschaft ist kein demokratischer Prozess, auch wenn 100% aller Abstimmenden meinen, dass die Eisbären am Aussterben sind, lässt sich das Gegenteil sehr leicht durch Evidenz vor Ort beweisen. Diese 100% haben sich demzufolge geirrt.
"Wahrscheinlichkeit" beschreibt die Unsicherheit über Aussagen, bei denen kausale Zusammenhänge und Hintergründe nur unvollständig bekannt sind.
Es galt wohl einmal die Gewissheit (= 100% Wahrscheinlichkeit), dass die Erde eine Scheibe ist. Die Wissenschaft hat absolute Gewissheit geschaffen, dass das falsch ist, sie hat die Hypothese falsifiziert.
Ben Palmer
sagte:

Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit ...
.... bei "fast" 100% liegt, genügt eine winzige neue Erkenntnis oder Entdeckung, um diese 100%, um alles in Frage zu stellen.The Cloud Mistery, in 6 Folgen, die Entdeckung von Henrik Svensmark
http://www.youtube.com/watch?v=dKoUwttE0BA&feature=related
f.teuscher
sagte:

Natruwissenschaftliche Fakten
@Ben Palmer: für mich zählen nur die Fakten - und als Naturwissenschaftlerin weiss ich genau, wass hinter der Wahrscheinlichkeitsrechnung steckt, sehr geehrter Herr Palmer. Lesen Sie doch das Kapitel des IPCC zu den wissenschaftlichen Grundlagen einmal genau durch - da werden Sie entdecken, dass die Naturwissenschaft eine sehr genaue Aussagen macht:"Die globalen atmosphärischen Konzentrationen von Kohlendioxid, Methan und Lachgas sind als Folge
menschlicher Aktivitäten seit 1750 markant gestiegen und übertreffen heute die aus Eisbohrkernen über viele Jahrtausende bestimmten vorindustriellen Werte bei Weitem (siehe Abbildung SPM.1). Der weltweite Anstieg der Kohlendioxidkonzentration ist primär auf den Verbrauch fossiler Brennstoffe und auf Landnutzungsänderungen
zurückzuführen, während
derjenige von Methan und Lachgas primär durch die Landwirtschaft
verursacht wird". Es lohnt sich, das ganze Kapitel zu den wissenschafltichen Grundlagen genau zu studieren. Denn danach gibt es keine Zweifel mehr: "Der größte Teil des beobachteten Anstiegs der mittleren
globalen Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts
ist sehr wahrscheinlich durch den beobachteten Anstieg der anthropogenen Treibhausgas-konzentrationen verursacht" (4. Sachstandsbericht des IPCC).
Ben Palmer
sagte:

Fakten oder Wahrscheinlichkeit
Es besteht kaum Zweifel, dass der Mensch Einfluss auf das Klima hat. Treibhausgase sind bei weitem nicht die einzigen Faktoren. Landbau und Besiedelung veränderen die Albedo (Reflexion) und die Verdunstung.Es besteht kein Zweifel, dass sowohl Temperatur als auch CO2-Konzentration zugenommen haben. Es ist aber eine unbequeme Wahrheit, dass CO2 der Temperatur hinterher läuft. Es ist eine unbequeme Wahrheit, dass das IPCC den Einfluss von Wasserdampf und Wolken kaum berücksichtigt hat.
Wir wissen inzwischen auch, dass die Publikation von manchen unbequemen Wahrheiten duech interessierte Institutionen verhindert wurde.
Die Wahrscheinlichkeiten, von denen Sie sprechen, lassen sich nicht berechnen, oder können Sie eine entsprechende Berechnung im IPCC-Bericht aufzeigen? Klima ist ein chaotisches System. Wie gross war die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Dezember zu einem der kältesten der vergangenen Jahrzehnte würde, trotz zunehmendem CO2?
Ben Palmer
sagte:

CO2 und Temperatur
Aus paleoclimatischen Rekonstruktionen weiss man, dass CO2 Konzentrationen schon bis zu 10-mal höher waren als heute, ohne dass der Planet untergangen ist.Viele Untersuchungen deuten darauf hin, dass Temperaturen in der mittelalterlichen Warmperiode
(http://pages.science-skeptical.de/MWP/MedievalWarmPeriod.html)
mindestens eben so hoch waren wie heute. Nur das IPCC will uns mit seinem Hockey Stick das Gegenteil weismachen. Seit McIntyre/McKitrick und erst recht seit Climategate wissen wir, dass die Berechnungen falsch sind und dass Daten manipuliert wurden.
f.teuscher
sagte:

...
@Ben Palmer: Für einmal gebe ich ihnen Recht: ich glaube auch nicht, dass unser Planet untergeht, wenn die CO2-Konzentration höher ist als heute. Doch die entscheidende Frage ist: wie müssen wir den Planeten Erde erhalten, damit auf ihm auch unsere Nachkommen noch eine Zukunft haben?
Ben Palmer
sagte:

Zukunft? Teil 1
Frau Teuscher, Ihre Frage ist tatsächlich eine Diskussion wert.Wir. die Menschen sind weder die Schöpfer noch die Verwalter dieses Planeten. Was in 1'000, 10'000 oder mehr Jahren mit diesem Planeten passiert, haben wir nicht in der Hand. Ein natürliches Ereignis wie ein Meteoriteneinschlag, eine erneute Eiszeit, eine riesige Vulkanerruption, würden wohl das Aus des Menschen oder jedenfalls eines grossen Teils davon bedeuten. Dafür sind wir nicht verantwortlich und das könnten wir auch nicht verhindern.
Aber sehen wir uns einmal an, was die Menschheit ierreicht hat. Der Ursprung menschlichen Lebens vor etwa 2 Mio Jahren wird in Afrika vermutet, der wärmsten Zone des Planeten. Das relativ milde KJlima sowie die Fähigkeit zu jagen und Feuer (Energie!) zu entfachen hat die Ausbreitung des Menschen nach Norden und dann Osten ermöglicht. Die Eroberung des kühleren Nordens gelang erst, als der Dauerfrost verschwand und sich der Mensch durch Innovationen wie Hüttenbau, Kleidung, Vorratshaltung gegen das unwirtliche Klima schützen konnte.
Die durch wärmeres Klima erleichterte Ernährung ermöglichte es dem Menschen, sich neben dem Kampf ums Überleben auch um die Verbesserung derLebensqualität zu kümmern, ansässig zu werden und Ackerbau zu betreiben.
Ben Palmer
sagte:

Zunkunft? Teil 2
Und der Mensch hat viel erreicht: noch nie war die Lebenserwartung so hoch, wir können uns jeden Tag unabhängig von Wetter und Jahreszeit ernähren, wir verfügen über geheizte geheizte Wohnungen und Arbeitsstätten, wir mehr über uns und unseren Lebensraum als je zuvor, wir können 6 Mia Menschen ernähren, wir haben eine funktionierende Gesundheitsversorgung.DAS IST ES, was wir für unsere Nachkommen erhalten und weiter entwickeln müssen. Wir WOLLEN NICHT unter dem Lebensstandard von 1990 leben und wollen das auch unseren Nachkommen nicht zumuten. Dazu brauchen wir Energie! Auch um alternative Energiequellen zu entwickeln und weiter an Energieeffizienz zu gewinnen, brauchen wir Energie.
Vergessen wir nicht: Wir befinden uns immer noch in einer Zwischeneiszeit, irgendwann werden unsere Nachfolger sich wärmer anziehen und auf die Jagd gehen müssen. Wir sollten ihnen die Mittel zum Überleben und Leben auch in solchen Zeiten ermöglichen. Sololen wir uns vorwerfen lassen, nicht dafür gesorgt zu haben?
Olga Vera
sagte:

@ Ben Palmer
...jeder 7. Mensch leidet Hunger auf dieser Welt!Mir erscheint ihr Weltbild ziemlich egozentrisch - ich finde ihr "WIR" ist leider nicht sehr allumfassend, genau so wenig was das "Heute" wie auch was das "Morgen" betrifft...
Sturm
sagte:

@Ben Palmer
Ihre Welt scheint mir vor allem aus Europa zu bestehen. Es wird sogar so sein, dass in einer wärmeren Welt einige Länder von den sich veränderten klimatischen Bedingungen profitieren, der grösste Teil der Weltbevölkerung wird jedoch darunter leiden (diesen Teil scheinen Sie in Ihren Posts geflissentlich auszublenden).
Ben Palmer
sagte:

Olga Vera
- Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger- Alle 15 Sekunden stirbt ein Kind an Wassermangel
- Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria
... seit Jahrzehnten!!
Was haben SIE bisher dagegen getan? Und was hat das mit CO2 zu tun?
Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass diese Probleme nur bei unterentwickelten Völkern auftreten? Und haben Sie sich schon einmal gefragt, weshalb diese Völker unterentwickelt sind? Keines dieser Völker lebt in einer freiheitlichen Demokratie, alle leben unter der Diktatur von Despoten.
Egozentrisch sind diejenigen, die sich mit CO2-Ablasszahlungen ein gutes Gewissen kaufen wollen. Sie werden doch nicht so naiv sein, zu glauben, dass dieses Geld unter den Armen verteilt wird? Warum hat man das bisher nicht getan, wenn es anscheinend so einfach ist, jährlich zweistellige Milliardenbeträge von den Industriestaaten abzuschöpfen?
Das Ziel müsste es sein, unsere Errungenschaften an diese Völker weiterzugeben und sie gleichzeitig weiterzuentwickeln. Das können wir nur, wenn man uns nicht bis auf die Unterhosen auszieht.
Und wenn man mit den CO2-Geldern eine ähnliche Finanzblase aufbaut, von der Spekulanten wie Al Gore, Pachauri, Goldmann Sachs und andere Investoren den Rahm abschöpfen, bis sie platzt.
Ben Palmer
sagte:

Korrektur
... mit den CO2-Geldern NICHT BLOSS eine NEUE Finanzblase ...
Ben Palmer
sagte:

@Sturm
Wer wird denn unter was leiden? Tuvalu? Die Eisbären?Und woher nehmen Sie die Gewissheit, dass überhaupt jemand leiden wird? CO2 ist ein natürlicher Pflanzendünger; höhere CO2-Werte und höhere Temperaturen ermöglichen ausgiebigere Ernten.
Es gibt Millionen von Menschen, die in Gegenden mit wesentlich höheren Temperaturen leben als in unseren Breiten. Wir beneiden sie sogar darum, deshalb sind die Billigflüge während der Ferienzeit auch immer so gut besetzt. Temperaturen wie wir sie gerade jetzt erleben, fordern eine grosse Zahl von Todesopfern; in der Vergangenheit haben Kälteperioden zu Hungersnöten geführt.
Natalie Imboden
sagte:

«Cities Act» in Kopenhagen und hoffentlich auch in Bern!
Ich habe gehört, dass trotz Trauerspiel in Kopenhagen unter dem Motto «Cities Act» 80 Stadtpräsidentinnen und Bürgermeister aus der ganzen Welt einen «Climate Summit for Mayors» veranstalteten, darunter auch Delegationen aus Zürich (Stadtpräsidentin) und Basel-Stadt (Regierungspräsident). Diese versammelten Städte gehen bereits heute mit gutem Beispiel voran und verfolgen Ziele und Strategien, die oftmals über die nationalen Programme zum Klimaschutz hinausgehen.Auch die Stadt Bern hat sich in ihrer Energiestrategie 2006-2015 konkrete Ziele gesetzt, so soll u.a. bis 2015 den Verbrauch fossiler Energien und der CO2-Emissionen um 10 Prozent zu senken. Leider gehört Bern anscheinend nicht zu den wichtigsten Städten in der Klimapolitik. Aber das soll Bern nicht hindern, sondern anspornen sich besonder für den Klimaschutz einzusetzen!
Sturm
sagte:

CO2 der natürliche Pflanzendünger
@ben palmer: natürlich ist CO2 kein Pflanzendünger (das werden Sie wohl in der Schule schon richtig mitgeteilt bekommen haben), sondern CO2 wird von den Pflanzen benötigt um via Photosynthese energiereiche organische Verbindungen zu synthetisieren. Das eine Erhöhung der CO2-Konzentration gleichbedeutend mit höherem Pflanzenwachstum ist, ist nicht korrekt (ProClim ClimatePress).Für das Pflanzenwachstum spielen noch ganz andere Faktoren eine Rolle: Niederschlagsintensität, Bodenqualität, Temperatur...
Schauen Sie Herr Palmer, wenn Sie alles aus seinen Zusammenhängen reissen wollen, dann wird die Welt ganz einfach und simpel, aber ob man damit komplexe interdisziplinäre globale Probleme lösen kann, wage ich zu bezweifeln.
So wie Sie hier argumentieren, wäre auch Wasser (H2O) nie ein Problem, denn Wasser ermöglicht Leben.
Nur: in Bangladesh und Europa sterben jedes Jahr bei kurzzeitig erhöhter H2O-Konzentration (Überschwemmungen) Menschen und Pflanzen.
Eventuell kommt es auch hier halt auf die Zusammenhänge an?
Ben Palmer
sagte:

Zusammenhänge und Relationen
Ein Blick auf die Temperaturentwicklung in England über die letzten 351 Jahren zeigt die Relationen und Zusammenhänge.Die 50-Jahrperioden mit den grössten Temperaturzunahmen liegen alle vor der Zeit der Industrialisierung.
http://blogs.telegraph.co.uk/news/jamesdelingpole/100022226/agw-i-refute-it-thus-central-england-temperatures-1659-to-2009/
Alex Klaey
sagte:

Respekt Herr Palmer Teil 1
Geschätzter Herr PalmerRespekt! Ich ziehe meinen Hut vor Ihrer positiven (!) Aggressivität, sofern man das so überhaupt sagen kann. Sie argumentieren sachlich, mit Fakten und ohne jemanden zu beleidigen oder anzugreifen. Das können nicht viele. Ich bin davon überzeugt, dass Sie sich sehr gut informieren und wissen, worüber Sie sprechen, was ich von "sturm" nicht behaupten kann. Er/Sie hat es nicht einmal nötig, den Namen hierhin zu schreiben. Aus Angst, man könnte den Kommentar lesen? Vielleicht durch Google gefunden werden?
Jemand, der eine Diplomarbeit verfasst hat, sollte doch keine Angst haben frei und offen zu argumentieren. Ich weiss nicht, wo Sie, sturm, Ihre Diplomarbeit geschrieben haben. Vielleicht bei der ETHZ (nur eine Vermutung von mir, weil Sie die ETHZ erwähnt haben), aber sogar die ETHZ sagt in ihrer neusten Studie, dass der Mensch NICHT alleine für den Klimawandel verantwortlich ist, sondern etwa zur Hälfte Mitschuld hat. Ich finde das sehr interessant. Denn vor gar nicht allzu langer Zeit, war der Mensch der Klimasünder Nummer 1! Doch nun krebst man zurück. Und ja, ich sag es noch einmal: Man krebst zurück!
Alex Klaey
sagte:

Respekt Herr Palmer Teil 2
Beim letzten Bilderberg Meeting Spanien (Anfang Juni 2010) war unter anderem der folgende Traktandenpunkt aufgeführt: "Globale Abkühlung"! Sie lesen richtig! Es heisst nicht mehr "Globale Erwärmung", sondern Abkühlung! Die Grössten der Welt (Staatsleute, Wirtschaftsgrössen, usw.) sprechen nun von einer Globalen Abkühlung! Diese Leute sind es, die Einfluss auf die Welt nehmen und nehmen können. Sofern Ihnen das Bilderberg Meeting nichts sagt, können Sie das auch googeln. Es gibt sogar eine offizielle Homepage. Das soll nichts heissen, aber es reicht, um darüber nachzudenken.Mein letztes Wort richtet sich an Sie, Herr Palmer. Ich hoffe, dass Sie weiter machen mit Ihrer Kritik an der Klimahysterie und weiterhin dagegen argumentieren. Es braucht Leute, die auch das Gegenteil versuchen aufzuzeigen. Es braucht diese Stimmen, denn genau diese Stimmen, werden von den Medien und unserer Gesellschaft unterdrückt. Die Medien und unsere Gesellschaft verlassen sich viel zu sehr auf die Theorie (des IPCC). Das Problem bei der Theorie ist aber, dass sie meistens einseitig ist...
sturm
sagte:

@alexklaey: Sie täuschen sich...
...wenn Sie denken das 'Sturm' ein Pseudonym wäre, und ich mich hinter etwas verstecken müsste. Meine Diplomarbeit habe ich in Kenya und am Geographischen Institut der Universität Bern geschrieben. Sie finden alle Informationen dazu hier: Development and Use of Long- and Short-Term Precipitaion Interpolation Models in the Ewaso Ng'iro Basin.
Alex Klaey
sagte:

Vielen Dank Herr Sturm
Lieber Herr Sturm, ich wollte Ihnen bestimmt nicht zu nahe treten. Mein Wortlaut war bewusst etwas provokativ geschrieben. Ich finde es toll, dass Sie diesen Link aufführen. Vielen Dank dafür. Gerne werde ich mich in die Dokumente einlesen, um mir ein Bild zu machen.Persönlich hoffe ich dennoch, dass auch Sie sich Zeit nehmen, um etwas über meine oben erwähnten Punkte (ETHZ, Bilderberg Meeting) zu recherchieren. Vielleicht ist eine andere Sichtweise gar nicht mal verkehrt. Wünsche Ihnen weiterhin alles Gute.
Alex Klaey
sagte:

Welt-Klima-Rat im freien Fall
Ich werde offensichtlich zum Stammgast bei Frau Teuscher. Aber ich möchte nur allzu gerne einen Link posten, den Sie, Frau Teuscher, sich zu Herzen nehmen sollten. Ich bin mir sicher, dass dieser Artikel (die Seiten 8-13) Sie interessieren wird. Auch für Sie, Herr Sturm, ist dieser Artikel sehr empfehlenswert:http://www.laufpass.com/wLaufp...10_web.pdf
Beste Grüsse, Alex Klaey
Kommentar schreiben
Trackback (0)
TrackBack URI für diesen Eintrag




