Das ENSI beschönigt einmal mehr!
„Mühleberg knapp bestanden“ – das die Note für das AKW Mühleberg, 14 Kilometer vor den Toren von Bern. In der Schule heisst „genügend“, dass man noch nicht auf der sicheren Seite ist. Und genau dasselbe gilt für das AKW Mühleberg. Die Note „genügend“ heisst in Bezug auf die Sicherheit eines Atomkraftwerkes eben „ungenügend“.
„Genügend“ heisst in Bezug auf ein AKW konkret, dass ein schwerer Unfall nicht ausgeschlossen werden kann. Die historischen Daten haben gezeigt, dass es in der Vergangenheit an der Aare bei Mühleberg ein Ereignis gab, welches die Statistik übertraf. Das Szenario eines 10'000- jährigen Hochwassers muss als Basis genommen werden für die Risikobeurteilung bei Mühleberg. Davor schreckt aber das ENSI zurück. Denn heftige Hochwasser werden in Zukunft wegen des Klimawandels zunehmen. Und damit auch die Hochwassergefahr für das AKW Mühleberg. Dieses liegt 14 Kilometer von Bern entfernt. Kommt es zu einem schweren Unfall, müssen innerhalb kurzer Zeit 500‘000 Menschen evakuiert werden. Wohin weiss niemand. Georg Schwarz, Leiter Anlagetechnik des ENSI, lässt heute auch verlauten, dass beim AKW Mühleberg die Expertenmeinungen stark auseinander gingen.
Trotzdem will die BKW mit dem Segen des ENSI das AKW voraussichtlich Ende September wieder ans Netz nehmen. Einmal mehr wird der Sicherheitszustand durch das ENSI beschönigt. Für mich ist sonnenklar: das AKW Mühleberg muss definitiv abgeschaltet werden im Interesse der Sicherheit der Bevölkerung in der Region Bern. Dafür gibt es viele Gründe: das Alter des AKW, die Risse im Kernmantel, das Hochwasserrisiko und die Erdbebengefährdung, um nur die wichtigsten zu nennen.
Kommentare (1)
Peter Affolter, Grossaffoltern
sagte:

ANALYSEN OFFENLEGEN !
Die BKW und das ENSI müssen jetzt mindestens die neuen Rissanalysen schonungslos offenlegen und auch die Zeit für fundierte Zweitbeurteilungen ermöglichen. Wenn eine Mehrheit der politisch Verantwortlichen den Unbedenklichkeitsexperten blind vertrauen sollte, kann nur noch eine sensibilisierte Wahl- und Stimmbügerschaft verantwortungsvoll und zukunftsorientiert handeln.Kommentar schreiben
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