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Ausgrenzung ist keine Lösung

Die Ausschaffungsinitiative der SVP ist menschenverachtend. Und der direkte Gegenvorschlag unterscheidet sich kaum von der Initiative. Ich stimme daher am 28. November zweimal Nein zu dieser fremdenfeindlichen Politik.

Die SVP vergiftet mit ihrer Initiative einmal mehr das politische Klima in der Schweiz. Ihre Ausschaffungsinitiative basiert auf dem Mythos, dass die höhere Kriminalitätsrate der Ausländer auf eine Kultur der Gewalt in den Herkunftsländern zurückzuführen sei. Der tüchtige Albaner von nebenan, die fleissige Tamilin am Bankschalter oder der hilfsbereite Somali im Tram strafen die SVP Lügen.

Wenn wir uns dennoch fragen, woher die höhere Kriminalitätsrate bei Ausländern rührt, wird schnell klar: Die Kriminalität wird nicht importiert, sondern hier gezüchtet. Bestimmte Gruppen ausländischer Herkunft werden im Schulwesen und bei der Lehrstellensuche oftmals sozial benachteiligt und diskriminiert. Vor allem junge Männer, die keine Zukunftsaussichten haben, sind frustriert und reagieren sich mit kriminellen Handlungen ab. Sie dafür auszuschaffen, wie die SVP das propagiert, ist reine Symptombehandlung. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen und aktiv dafür sorgen, dass alle Kinder und Jugendliche – unabhängig ihrer Herkunft - in der Schule und bei den Ausbildungsmöglichkeiten die gleichen Chancen erhalten.

Wir dürfen der SVP nicht erlauben, die Schweiz nach ihrem fremdenfeindlichen Vorbild umzugestalten. Vergessen wir nicht: viele Ausländerinnen und Ausländer sind hier aufgewachsen oder sogar geboren. Für sie ist die Schweiz Heimat- und nicht Gastland.

Kommentare (2)

Ursula Schüpbach sagte:

Ausgrenzung ist keine Lösung, stimmt

Aber ich habe den Eindruck, dass Herr Lumengo zur Zeit so ziemlich parteilos und alleine in der Gegend rumirrt. Wir alle sehnen uns nach etwas, das man Identität nennt, aber dazu muss man in keine Partei eintreten. Lumengo hat sich einst mit seinem Red-Bull-Verbot wohl auch etwas verirrt, wollte wohl "trendy" sein, denn solche angeblichen Gesundheitsvorlagen könnten ja auch chic wirken. Aber er das tat danach nicht wieder, sondern fragte nach, in diesem Jahr, was ein bestimmter Typ (Alain du Bois-Reymond), kann mir den Namen kaum merken, im Amt für Migration für eine Sprache spreche, im Grunde, der Typ war vorher gross im "Geschäft" bei der Invaliden/Ungültigenversicherung, also, Frau Teuscher, zumindest sollten die sog. "Grünen" eine Zusammenarbeit in der Fraktion mit Herrn Lumengo prüfen. Ja, es stimmt, ich habe Herrn Lumengo auch gewählt, auch schon mal eine Frösch und andere, auch Schwickert. Oder Pulver. Ob SP, sog. Grüne, ich wähle lieber Personen, denn eine ganze Partei ist mir irgendwie zu komplex. Lieber wähle ich jemanden aus Fleisch und Blut, mit all seinen Stärken und Schwächen, die auch mir nicht unbekannt oder fremd wären.

Mit freundlichen Grüssen
Ursula Schüpbach
(Biel/Bienne)
20. November 2010

f.teuscher sagte:

...

@Ursula Schüpbach: die Schweizer Bevölkerung hat heute über die Ausschaffungsinitiative entschieden. Ich bin konsterniert. Das Ja zur Initiative kommt einem Bruch mit dem Rechtsstaat und einem Verstoss gegen die Verfassung gleich. Mit der Annahme der Initiative wird die schon jetzt praktizierte Ungleichbehandlung der Migrantinnen und Migranten zusätzlich verschärft, weil sie jetzt in der Verfassung verankert wird. Genau diese Ungleichbehandlung erlebt Ricardo Lumengo. Ricardo Lumnego hat einen Antrag gestellt für die Aufnahme in die Grüne Fraktion. Ich bin klar der Meinung, dass die Fraktion diesen Antrag prüfen muss. Den Medien habe ich entnommen, dass Lumengo auch in der SP-Fraktion bleiben könnte. Ich bin froh, dass Ricardo hier offenbar nicht ausgegrenzt wird.
Schön, dass Sie sich Zeit nehmen, die Politik zu verfolgen und Leute zu wählen auf Grund ihres Engagemets und nicht einfach nur auf Grund der Parteizugehörigkeit.

28. November 2010

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