11. März 2011 Equal Pay Day
Liebe Männer, Sie haben bereits gut zwei Monate gearbeitet für ihr Jahressalär 2011. Liebe Frauen, im Vergleich dazu mussten Sie leider bis heute, 11. März 2011, arbeiten, um für gleichwertige Arbeit dasselbe Jahreseinkommen zu bekommen, das die Männer bereits am 31. Dezember 2010 in der Tasche hatten.
Deshalb gibt's den Equal Pay Day, den Tag für Lohngleichheit von Frau und Mann. Der Equal Pay Day findet auf Initiative von Business and Professional Women (BPW) Switzerland statt. Auch in anderen Ländern wird mit dem Equal Pay Day auf die Lohngleichheit bzw. Lohnungleichheit hingewiesen.
Frauen verdienen nicht weniger, weil sie weniger leisten, sondern weil sie für die gleiche Arbeit einfach weniger Lohn bekommen. Das ist schlicht ungerecht. Und es ist kaum zu glauben: 2008 hat sich die Lohnschere zwischen Frauen und Männer, erstmals seit der Einführung des Gleichstellungsgesetzes im Jahr 1996, wieder geöffnet. Heute beträgt der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern durchschnittlich 19.8%. Das heisst konkret, dass die Frauen eben bis zum 11. März arbeiten müssen, um bei derselben Arbeit gleich viel zu verdienen wie die Männer oder dass Frauen zwar 5 Tage arbeiten, jedoch nur für 4 Tage bezahlt werden. Würden Sie, sehr geehrte Herren, diese Ungerechtigkeit tatenlos erdulden, wenn die Bundesverfassung seit 1981 verlangt, dass Frauen und Männer für dieselbe Arbeit denselben Lohn bekommen? Überlegen Sie sich einmal, wie viel Lohn ihnen so entgangen wäre!
Kommentare (2)
vivendi
sagte:

Täuschung
Frau Teuscher, Ihr Beispiel ist zwar populistisch, aber es hinkt auf beiden Beinen. Statistische Aussagen lassen sich nicht auf Individuen der untersuchten Gruppen umlegen. Das ist wissenschaftlich unzulässig. Man muss ja nicht unbedingt in Statistik beschlagen sein, aber wer politische Macht besitzt, ist der Wahrheit und Redlichkeit verpflichtet; dazu gehört, dass man seinen eigenen Wissenstand richtig einschätzt.Um sie mit einem analogen Beispiel zu konfrontieren: Frauen Ihres Jahrgangs haben im Kt Bern noch 34,5 Jahre zu leben, Männer 28,9. Finden Sie das nicht ungerecht?
Aber Sie könnten diese Frist noch um ein Jahr verlängern, wenn sie nach Genf oder in den Tessin umziehen. Quelle Bundesamt für Statistik.
F.tsucher
sagte:

...
Hier können Sie sich selber von der Statistik überzeugen:http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/regionen/thematische_karten/gleichstellungsatlas/erwerbsarbeit_und_beruf/lohnungleichheit.html
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