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Meine Positionen zur Migration

Für mich stehen eine liberale Migrationspolitik und die Solidarität im Zentrum der Migrationspolitik. Die Zuwanderung darf nicht einseitig aus Wirtschaftsinteresse gefördert werden. Die Folge einer solchen Politik sind Lohndumping, soziale Spannungen und eine zunehmende Fremdenfeindlichkeit. Darum braucht es neben dem ökologischen Umbau der Wirtschaft dringend flankierende Massnahmen wie faire Mindestlöhne, Steuergerechtigkeit sowie eine nachhaltige Siedlungs- und Raumentwicklungspolitik. Nur so kann eine höhere Lebensqualität erreicht werden – und zwar für alle Menschen, die in der Schweiz leben.
Aufgrund des Klimawandels werden Millionen von Menschen ihren Lebensraum verlieren, weil der Meeresspiegel ansteigen wird. Für den Klimawandel sind vor allem die Industriestaaten zuständig. Doch die Menschen in den Entwicklungsländern haben die Konsequenzen zu tragen, obschon sie selber kaum etwas zum Klimawandel beigetragen haben. Auch in der Schweiz werden wir mit Tausenden von Klimaflüchtlingen konfrontiert sein. Diesen Menschen müssen wir eine Perspektive geben.

Ich distanziere mich von der Volksinitiative von Ecopop, die zum Schutz der Umwelt die Zuwanderung auf 0,2 Prozent der Bevölkerung begrenzen will. Die Hauptursache des Ressourcenverschleiss und der Zersiedelung liegen nicht bei der Zuwanderung, sondern bei unseren Ansprüchen und beim herrschenden Wirtschaftsmodell. Hier gilt es anzusetzen mit der Initiative für eine Grüne Wirtschaft und mit der Landschaftsinitiative. Vier von fünf in die Schweiz einwandernde Menschen kommen aus Europa. Ob jemand in der Schweiz oder in Europa wohnt, macht ökologisch betrachtet kaum einen Unterschied. Die Leute kommen zu uns in die Schweiz, weil die Wirtschaft nach ihnen ruft.

Die Erleichterung der Einbürgerung würde aus einer grossen Zahl von Migrantinnen und Migranten das machen, was sie längst sind: Schweizerinnen und Schweizer. In keinem europäischen Land ist das Einbürgerungsverfahren so umständlich wie in der Schweiz.

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