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Meine Position zur Gleichstellung

2011 feiern wir 40 Jahre Frauenstimmrecht, 30 Jahre Gleichstellungsartikel in der Verfassung und 20 Jahre Frauenstreik. Trotzdem erhalten Frauen für gleichwertige Arbeit noch immer 20 Prozent weniger Lohn. Und noch immer sitzen viel zu wenig Frauen in Kaderpositionen. Erst wenn Frauen und Männer denselben Zugang haben zu Lohn, Vermögen und Entscheidungsmacht, ist die Gleichstellung erreicht.

In der Schweiz sind für die Frauen Lohnklagen weiterhin die einzige Möglichkeit, gegen Lohndiskrimierungen anzukämpfen. Aus Angst vor Repressionen wagen es viele Frauen aber nicht, gegen ihre Firma vorzugehen.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss eine Selbstverständlichkeit werden. Der Bundesrat soll alle Betriebe verpflichten, den Verfassungsartikel "gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" umzusetzen, auch wenn keine Klage vorliegt. Privatbetriebe und öffentlichen Hand müssen regelmässig die ausbezahlten Löhne überprüfen lassen. Die Instrumente dazu sind vorhanden. Dank meines Vorstosses beteiligt sich der Bund am „Lohngleichheitsdialog“ (www.lohngleichheitsdialog.ch/) , welcher die Lohngleichheit umsetzen will.

In traditionellen Frauenberufen werden oft Tiefstlöhne bezahlt, von denen kaum jemand leben kann. Darum setze ich mich mit den Gewerkschaften für anständige Löhne ein und habe die Mindestlohninitiative (www.mindestlohn-initiative.ch ) unterschrieben.

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