Abwanderung mal andersrum

Herzlich willkommen im 2015. Es geht gleich los mit spannenden Ideen.

4 Jahreszeiten – 3 junge StädterInnen – 2 Welten – 1 Bijou-Berglandwirtschaftsbetrieb in den Berner Bergen

Landschaft Herbst Aussicht kuhaugen

Der Countdown läuft. Für eben diese drei StädterInnen aus Bern, um eine ausserfamiliäre Hofübernahme in der Nähe von Interlaken zu realisieren. Neben den Arbeiten mit den ProSpecieRara Kühen und Geissen, sowie in der hofeigenen Käserei sind vor allem Gäste herzlich willkommen. Ob fürs Relaxen nach einem Wandertag, für Kurse, Denkpausen, Meditation, Retraiten, Langlaufen, Mitarbeiten im Heu oder Teamentwicklung – der Hof mit den rustikal heimeligen Räumen im Gästehaus, der Seminar-& Ferienwohnung und dem charmanten Seminarraum sind der ideale Ort dazu.

Ihre Vision ist es, einen Ort zu schaffen, wo sich mit Weitblick auf Berge Geschehenes reflektieren und Neues annehmen lässt. Ein eigen-sinnlicher Ort in den Bergen, ein Ort für bodenständige Höhenflüge mit Tiefgang, ein Ort der lebt; durch bio-dynamische Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und den Austausch mit spannenden Gästen. Ein Ort für Zeit – haben, geben, nehmen.

Junge Leute mit spannenden Ideen. Doch wie so oft, darf vor lauter Dynamik und Euphorie fürs „Machen“, nicht vergessen gehen, dass erst noch die Hürde der Finanzierung genommen werden muss. Ich spreche da aus eigener Erfahrung aus früheren Projekten. Auch hier möchten die drei neue Wege beschreiten mit der Gründung einer AG. Somit soll das ganze Vorhaben auf einer breiten Basis stehen, viele Leute sollen Teil davon sein, eine echte Verbindung aufbauen und so auch die Möglichkeit bekommen, Mitverantwortung für eine ökologische und regionale Land- und Ernährungskultur zu übernehmen.

Eine nachhaltige, ökologische Landwirtschaft ist in meinen Augen die Zukunft und liegt mir am Herzen. Es ist ein wichtiges Thema für die Grünen, auch auf dem politischen Parkett.

Ich finde das Vorhaben dieses engagierten Teams, das sich für nachhaltiges Wirtschaften in und mit der Bergwelt einsetzt und den Austausch zwischen Menschen zwischen Stadt und Land fördern möchte, sehr unterstützenswert. Neugierig? In der Infobroschüre unten erfährst du mehr über das Projekt und das Team und du kannst dich jederzeit bei ihnen melden. Die Kontaktangaben stehen auf der letzten Seite.

Abwanderung mal andersrum – weitererzählen? Ja unbedingt!

Infobroschüre_Maiezyt

Halbzeit – Verschnaufzeit? Nichts da, weiter geht’s! Teil 3

Mit meiner Grand-Prix-Metapher für die Halbzeit meiner ersten Legislaturperiode als Berner Gemeinderätin bin ich natürlich als Sportdirektorin voll in meinem Element. Die ersten 8 km auf den schönsten Meilen der Welt haben ich und mein grosses, wie grossartiges Team der BSS hinter mir. Die letzten zwei Blogs handeln schon davon.

Bewegung und Sport ist für mich persönlich zentral für ein ausgeglichenes Dasein. Gerade bei meinem anspruchsvollen Job. Sportlich ist die Stadt Bern fit unterwegs, doch optimieren lässt sich bekanntlich immer.

Denn die Sportinfrastruktur in der Stadt Bern ist teilweise überlastet oder muss dringend saniert werden. Die gemeinsam mit der Gemeinde Köniz realisierte Sporthalle Weissenstein bringt eine erste Entlastung. Die neue Halle wird hauptsächlich von Vereinen und Berner Schulen genutzt. Mit der Sanierung und Erweiterung der Sportanlage Wyler hat die Stadt Bern einen weiteren Schritt getan, um dem Mangel an Fussballplätzen in der Stadt Bern entgegenzuwirken. Auf der Berner Allmend entstehen demnächst Kunstrasenfelder – dadurch können die Anlagen besser ausgelastet werden. Und die Standortsuche für die 50-Meter-Schwimmhalle kommt in eine entscheidende Phase: Die beiden möglichen Standorte Viererfeld/Mittelfeld und Neufeld sind zentrumsnah und verkehrstechnisch gut erschlossen.

Ein grosses Anliegen ist mir die Bewegung im Alltag. Frau/Mann muss nicht in einem Sportverein mittun, um sich das Leben bewegter zu gestalten. Zur nächsten Tramstation spazieren anstatt 5 Minuten an der Haltestelle zu stehen, die Treppen hochsteigen anstatt sich mit der Rolltreppe oder dem Lift hochchauffieren zu lassen oder ein Spaziergang in der Mittagspause. Alles kleine, aber wertvolle Massnahmen hin zu gesunden und fitten BernerInnen.

Zum Schluss meiner kleinen Retrospektive nach den ersten zwei Jahren im Amt als Direktorin für Bildung, Soziales und Sport bleibt noch zu sagen:

Insgesamt 14 Sparpakete wurden in den letzten Jahren geschnürt – diese treffen die Direktion für Bildung, Soziales und Sport besonders stark. Das macht mein Engagement und die Arbeit aller BSS-Mitarbeitenden zugegebenermassen nicht immer ganz einfach. Als Überbringerin von Sparentscheiden des Gesamtgemeinderates ernte ich oft Kritik. Zudem lässt mir der Spardruck nur einen begrenzten Handlungsspielraum für Neues und Innovatives. Trotzdem: Die BSS ist die vielfältigste Direktion der Berner Stadtverwaltung. Sie vereint Themen wie Jugend, Bildung, Soziales, Migration, Alter, Sport, Sucht und Gesundheit unter einem Dach.

Also: Kräfte bündeln für die nächste Hälfte auf unserem Grand Prix. Weiter geht’s!

Halbzeit – Verschnaufzeit? Nichts da, weiter geht’s! Teil 2

Die erste Hälfte meiner Legislatur als Direktorin für Bildung, Soziales und Sport habe ich mit meinem grossen, wie grossartigen BSS-Team hinter mir. Im letzten Blog habe ich überflogen, was in Sachen Bildung alles geschah. Nun möchte ich das Augenmerk auf das erste „S“ – das Soziale legen. Da lief und läuft nämlich einiges.

Als erste Stadt der Deutschschweiz gehört die Stadt Bern seit Juni 2014 dem globalen Netzwerk der altersfreundlichen Städte der Weltgesundheitsorganisation WHO an. Dieser Pionierrolle müssen wir nun auch gerecht werden und den Bedürfnissen älterer Menschen hohe Priorität einräumen.

Bei der beruflichen und sozialen Integration konnten wir erfolgreiche Projekte wie das Mütterprojekt und flex.job weiterführen. Daneben haben wir im Februar 2013 das Teillohnprojekt «jobtimal» erfolgreich gestartet: Bis im September 2014 wurden über das Projekt 18 Langzeitarbeitslose in die Wirtschaft reintegriert.

Ein toller Erfolg: der Gemeinderat will mehr städtische Mittel in die Beschäftigungs- und Integrationsangebote (BIAS) investieren und so das Angebot auch mittelfristig aufrechterhalten. Wegen einer Neuverteilung der kantonalen Beiträge bekommt die Stadt Bern weniger Mittel für die soziale Integration und die Stadt Bern hätte Programmplätze für rund 80 BIAS-Stellensuchende abbauen müssen. Das konnten wir verhindern.

Neue Wege wollen wir auch in der Suchtmittelpolitik gehen. In Zusammenarbeit mit anderen Städten wird derzeit geprüft, unter welchen Bedingungen ein Pilotprojekt im Bereich Cannabisregulierung durchführt werden kann. Dieses Thema sorgt ja in diesen Tagen für Schlagzeilen.

Ja, es ist und bleibt interessant. Also, weiter geht’s!

(SRF Club vom 5. August 2014: Legal kiffen – die Städte machen Druck)