ART und Weise

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Die Ausdrucksformen in der Kunst wandeln sich stets, wie die Gesellschaft auch. Der Kunstunterricht an den Primarschulen hat sich hingegen in den letzten Jahrzehnten kaum stark verändert. So werden immer noch vor allem klassische Mal- und Zeichentechniken vermittelt. Dabei gibt es in der Kunst eine grosse Vielfalt, die es zu entdecken gilt.

Das möchte das Projekt artLABOR anschieben, indem direkte Begegnungen zwischen Lehrpersonen, SchülerInnen und KünstlerInnen verschiedener Sparten ermöglicht werden. Im März 2015 ist das 1-jährige Experiment des ausserschulischen Kunstateliers projekt_kidswest.ch gestartet. Die Menschen hinter dem Projekt verfolgen einen multidisziplinären  und partizipativen Ansatz, um gegenwärtige kulturelle Aktivitäten im Schulunterricht zu integrieren.

Besonders für Kinder und Jugendliche, die von zuhause keinen Zugang zu kulturellen Aktivitäten erfahren, ist das Projekt ein Türöffner für neue Erfahrungen und Talente.

Zurzeit beteiligen sich Schulen aus den Schulkreisen Bethlehem und Breitenrain–Lorraine. Die Tagesschulen werden von Anfang an mitgedacht.

artLABOR – Atelier Kasparstrasse 15d – für die Schulen Bethlehemacker

artLABOR – Atelier KG2 Zelgstrasse 15 – für Schule&TS Tscharnergut

artLABOR – Atelier in der Alten Feuerwehr Viktoria für Schulhäuser Breitenrain-Lorraine

Weitere Informationen: http://www.kultur-vermittlung.ch/mitglieder/kidswestch/

Übrigens: Eine Ausstellung im proiectum Kunst bei KuhnBieri ist in Vorbereitung vom 14. August bis Mitte November 2015.

 

Arbeit statt Sozialhilfe

Am kommenden Samstag steht „Weltflüchtlingstag“ vorgedruckt in der Agenda. Mich beschleicht das Gefühl, dass an diesem internationalen Mahntag, an dem auf die Situation und die Probleme der Flüchtlinge aufmerksam gemacht wird, in erster Linie viel geredet wird. Viele Appelle und wenig Fassbares.

Da kommen konkrete Projekte und Initiativen wie gerufen, die Taten statt Wort sprechen lassen. Ich finde es wichtig, dass wir immer wieder über engagierte Menschen und Organisationen, über ihre Ideen und ihre wertvolle Arbeit sprechen und uns nicht von den schrecklichen Meldungen aus den Medien erschlagen lassen.

So zum Beispiel über das neue Projekt von Caritas Bern mit dem Ansatz „Social Impact Bonding“, zu Deutsch: Sozialanleihe. Das Credo ist Arbeit statt Sozialhilfe. Das Hilfswerk will zusammen mit privaten Investoren die Arbeitsvermittlung für anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene in den Arbeitsmarkt vorantreiben und ihnen somit die Möglichkeit geben, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Die Projektkosten von 2,7 Mio. haben Investoren (gemeinnützige Stiftungen) zugesichert.

Wenn es gelingt, die Fähigkeiten und Talente der Flüchtlinge zu erkennen und entsprechend zu nutzen, gepaart mit den nötigen Sprachkompetenzen, kann auch eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt gelingen. 120 Flüchtlinge nehmen an diesem Programm im Kanton Bern teil und die Erwartung der Kantonsregierung sind gemäss Philippe Perrenoud, Sozialdirektor des Kantons Bern klar:

a)      Verbesserung Lebenssituation der anerkannten Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen.

b)      Einsparungen in der Sozialhilfe. Denn 50% der anerkannten Flüchtlinge und 70% der vorläufig Aufgenommenen sind von der Sozialhilfe abhängig.

Das Programm startet im September 2015 und läuft über 5 Jahre. Hören Sie dazu den Kurzbeitrag aus dem „Echo der Zeit“ von Radio SRF 1 vom 16.6.15.

Wenn wir uns der sozialen und solidarischen Verantwortung stellen, ist jeder Tag ein Weltflüchtlingstag.

 

 

BNE ?!

Auch schon gehört. Oder war es BSE, BMW, MFG oder SCB?

Nicht immer aber immer öfters verstecken sich ja hinter den Abkürzungen gescheite und nützliche Begriffe. Und wenn sich auch noch hinter dem Begriff etwas Gescheites verbirgt finde ich es umso spannender. Das ist bei BNE unbedingt der Fall. Die Abkürzung – für diejenigen, die es nicht kennen –  steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die UNESCO Weltdekade 2005-2014 war der Bildung für Nachhaltige Entwicklung gewidmet. Die ist nun seit ein paar Monaten passé und es stellt sich die Frage: wie war’s und wie weiter?

An der nationalen Bildungstagung Horizons21 von éducation21 vom Samstag, 9. Mai 2015 wurde eine erste positive Bilanz der BNE-Projekte in der Schweiz gezogen und in den internationalen Kontext des Global Action Programme on Education for Sustainable Development gesetzt.

Impressionen und einen Einblick, was an dieser Tagung lief finden Sie unter: http://www.education21.ch/de/horizons21

Als grüne Bildungsdirektorin der Stadt Bern stelle ich mir schon länger die Frage, wie eine Nachhaltige Entwicklung – die alle Bereiche der Nachhaltigkeit gleichwertig abdeckt – in der Schule gelebt und gefördert werden kann. Gemeinsames Gestalten von SchülerInnen und Lehrpersonen ist eine wichtige Voraussetzung, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung gelingen kann. Gute Beispiele weisen uns den Weg.

http://www.education21.ch/de/schule/gute-schulprojekte

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