E suberi Sach

Der Boden mit Gratiszeitungen übersät, Aludosen oder Take-Away-Verpackungen auf und zwischen den Sitzen, PET-Flaschen nicht dort entsorgt, wo sie eigentlich hingehören…

Die Trams und Busse von BERNMOBIL sähen wohl in etwa so aus, wenn da nicht das Team Sauber wäre. Und das hat jetzt nichts mit Formel 1 zu tun.

Die Frauen und Männer vom Team Sauber sammeln auf, was die Fahrgäste so liegen lassen. Daneben reinigen sie auch die Haltestellen von BERNMOBIL und entfernen regelmässig Schmierereien.

Wer sind diese Leute, die mit ihrem Einsatz im öffentlichen Raum zwar sichtbar sind und doch kaum wahrgenommen werden? Asylsuchende und Flüchtlinge. Neben ihrer Tätigkeit für das Team Sauber besuchen sie Deutsch- und Computerkurse. Begleitet und angeleitet werden die Teilnehmenden dieses Arbeitstrainings vom Kompetenzzentrum Integration der Stadt Bern.

Peter Eichenberger hat hinter die Kulissen geschaut und die Menschen im Team Sauber während eines halben Jahres mit der Kamera begleitet und stellt nun ihre Geschichten in einer Foto-Ausstellung vor. Ich empfehle Ihnen von Herzen, sich diese anzusehen. Die Ausstellung findet im Rahmen der Aktionswoche gegen Rassismus statt.

Vernissage am Mittwoch, 25. März 2015, 17-19 Uhr Kornhausforum (Foyer, 1. Stock)

Öffnungszeiten: Mi, 25.3. 10-17 Uhr, Do, 26.3.10-20 Uhr, Fr, 27.3. 10-17 Uhr, Sa, 28.3. 10-17 Uhr

Flyer Team Sauber

 

Schwingen, Schloss und Bier

Am Eidg. Schwing- und Älplerfest (ESAF) im Sommer 2013 konnten die Highlights von Burgdorf optimal verbunden werden. Es floss viel Bier und das Schloss bot nebst den muninackigen,  sagmehlabklopfenden Schwingern, die perfekte Fotokulisse für die vielen BesucherInnen aus der ganzen Schweiz. Doch Burgdorf hat noch viel mehr zu bieten.

Denn das ESAF brachte auch auf tolle Weise verschiedene Generationen zusammen. Generationen zusammenbringen: genau das ist auch das Ziel des zukunftsweisenden Projekts GenerationenWohnen an der Thunstrasse in Burgdorf.

Dieses Projekt nimmt ein starkes soziales Bedürfnis unserer Zeit auf. Der Austausch zwischen Jung und Alt (und allen dazwischen) soll ein bereicherndes Miteinander ermöglichen, wobei die Nachbarschaftshilfe selbstverständlich gelebt wird. „Weil Autonomie und Alleinsein möglich sind, Einsamkeit jedoch vermieden werden kann.“

Dahinter steht die Betriebsgenossenschaft „Genossenschaft GenerationenWohnen“. Zurzeit befindet sich das Projekt im Bewilligungsverfahren bei der zuständigen kantonalen Behörde. Der Bezug ist für Winter 2016/2017 geplant.

Über die Ziele und Hintergründe des Projektes lesen Sie hier mehr. http://www.generationenwohnen.ch/index.php/das-projekt.html

Was mir nebst den sozialen Zielen besonders gefällt, ist die Einstellung zur Mobilität. Die geplante Siedlung hat sich als eine der ersten für mobility@home entschieden. Bei diesem neueren Angebot von Mobility können die Eigentümer, Planer und Betreiber der Wohnüberbauung selber über die Zahl und die Art der Mietautos entscheiden, die dann vor der Haustüre zur Verfügung stehen werden: Vom Elektromobil, über einen geräumigen Kombi, hin zum Hybrid-Economy-Auto. Das Mobility-Abo ist für die Mieter inklusive. http://www.generationenwohnen.ch/images/medien/mobility2013-03r.pdf

Mit mobility@home marschieren die Menschen hinter Mobility ihrer Zukunftsvision entgegen: Mobility-Fahrzeuge als selbstverständlicher Bestandteil jeder Siedlungsinfrastruktur. Ein Mobility-Fahrzeug kann im besten Fall bis neun private Autos ersetzen. Wenn das kein Schritt in eine nachhaltigere Wohnzukunft ist?

Somit hoffe ich, dass sich in ein paar Jahren viele Menschen beim Namen Burgdorf nicht nur an das ESAF vom Sommer 2013 erinnern, sondern auch an das zukunftsweisende Wohnprojekt an der Thunstrasse.

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Nur Mut

teetasseKürzlich brachte mir eine Yogi-Tee-Beutel-Weisheit Inspiration für diese Zeilen. „Verliebe dich in deinen Mut“ baumelte es am Ende der Teebeutelschnur aus meiner Tasse.

Da dachte ich an die vielen Menschen, die sich in Bern immer wieder aufs Neue in ihren Mut verlieben und Projekte für die Integration von hinzugezogenen Menschen ins Leben rufen. Gleichzeitig sind es die Zugezogenen selbst, die eine grosse Portion Mut beweisen, indem sie an einem neuen Ort ihr Leben aufbauen möchten.

Jeden Tag engagieren sich in Bern Leute für ein soziales und bereicherndes Miteinander. Es ist wieder Zeit, die besonders innovativen und tragenden Projekte ins Rampenlicht zu stellen. Dazu ist der Integrationspreis der Stadt Bern da und ich freue mich auf alle Bewerbungen und darauf, weitere mutige Menschen kennenzulernen.

Deshalb an alle Integrations-Schaffenden: verlieben Sie sich in Ihren Mut und bewerben Sie sich noch bis zum 15.2.2015 für den Integrationspreis der Stadt Bern.