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Grüessech

Seit Januar 2013 bin ich im Amt als Vorsteherin der Direktion Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern. Ich freue mich sehr, die herausfordernde Aufgabe als Berner Gemeinderätin jeden Tag anzugehen und bin gespannt auf weiterhin spannende Gespräche im Austausch mit der Bevölkerung.

Hier finden Sie meine offizielle Seite der Stadt Bern, sowie Informationen zur Direktion Bildung, Soziales und Sport.  

 

Möchten Sie mehr über mich erfahren? Informieren Sie sich über meine wichtigsten politischen Engagements und Standpunkte , lernen Sie mich persönlich kennen oder lesen Sie Medienberichte von und über mich. In meinem Blog sowie auch auf meinen facebook - und Twitter -Seiten können Sie mit mir interagieren. Ich freue mich!

Meine Blog-Einträge:

Sonnenbrücke

Brücken verbinden. Das kennen wir hier in Bern nur zu gut. Stellt euch vor, anno dazumal hätte niemand erfunden, wie Brücken gebaut werden. Mit der strahlenden Frühlingssonne fühle ich mich inspiriert über eine interessante Brücke zu schreiben, die in den letzten Wochen ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückte. Leider keine von Bern. Und auch die Luzerner Kappelbrücke ist nicht noch einmal abgebrannt.

Trotzdem war es eine heisse Neuigkeit anfangs Jahr, die unter anderem mit 80‘000 Tassen Tee zu tun hatte. Für soviel reicht nämlich die Leistung der 1,1 Megawatt starken Solaranlage auf dem umgebauten Bahnhof Blackfriars in London, der nun auf der weltweit grössten Solarbrücke der Welt steht. Bei der Einweihung wurden eben 80‘000 Passagiere zur Feier des Tages mit einer Tasse Tee der Marke „mit-Kraft-der-Sonne-zubereitet" überrascht. Very british indeed!

Die Anlage liefert 50% des jährlichen Energieverbrauchs der Station und spart dabei 500 Tonnen CO2 pro Jahr. Dazu ist der einst eher unbeachtete Bahnhof in der Zwischenzeit zum neuen Wahrzeichen der britischen Metropole geworden. Na, wenn das keine zwei Fliegen mit einer Klappe sind?

Brücken verbinden. Brücken schliessen Lücken. In diesem Fall sogar mit Strom. Von wegen Stromlücke.

Solarcentury

green.wiwo.de

blackfriars-solar-bridge_networkrail

Es gibt noch mehr Marias und Blerims

In Bern hat Rassismus keinen Platz. Die vierte Berner Aktionswoche gegen Rassismus nimmt die rassistische Diskriminierung im Berufsleben auf. Die Plakate, die bereits seit einigen Wochen in der Stadt auf die Aktionswoche aufmerksam machen, bringen es auf den Punkt:

Maria, die Mathematikerin, die auch nach 20 Jahren in der Schweiz als Putzfrau arbeitet und Blerim, der in der Schweiz geborene Sekundarschüler, welcher eine Lehrstelle sucht und seine 82. Absage erhalten hat. Sie stehen stellvertretend für so viele Marias und Blerims, die alleine aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Namens mit Benachteiligung in der Arbeitswelt zu kämpfen haben. Sie können ihr Potenzial nicht ausschöpfen und Chancen werden zugemauert. Wie ein Vogel mit gestutzten Flügeln. Losfliegen, seine Fähigkeiten sich und anderen beweisen bleibt ein Traum. Die Gefühle, die dabei zurückbleiben werden in der Aktionswoche thematisiert.  

Werfen Sie einen Blick ins Programm. Ich freue mich, Sie an der einen oder anderen Veranstaltung in der kommenden Woche zu treffen. Machen wir aus dem gut klingenden Satz noch besser klingende Realität: In Bern hat Rassismus keinen Platz.

Die Aktionswoche startet auch dieses Jahr am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus.

aktionswochegegenrassismus

Anklage: Kreativität erstickt

Der heutige Artikel „Es braucht Lehrer mit Herzblut für Pädagogik" im DerBund-Online nimmt das Thema auf, das seit kurzem in meinem Kopf einen festen Platz eingenommen hat. Der neue Dokumentarfilm „Alphabet" des österreichischen Regisseurs Erwin Wagenhofer füttert diese Gedanken.  

Ich bin nämlich vor ein paar Wochen auf einen unterhaltsamen und inspirierenden Vortrag von dem britischen Autor und international geachteten Berater in Gesellschaftsentwicklung, Sir Ken Robinson, gestossen, der da lautet: „How schools kill creativity". (Man beachte die Zahl der Downloads!) 

Ich empfehle diesen TED-Talk - wie auch seine anderen Talks - von Herzen als inspirierende Unterhaltung zwischendurch in unserem durchgeplanten Alltag.

Unsere Aufgabe im Bildungswesen ist es, die Kinder und Jugendliche als ganzheitliche Wesen auf die (ungewisse) Zukunft einzustimmen und ihnen möglichst viel Selbstbewusstsein mitzugeben. Kreativität spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Deshalb sollte sie auch gleich gewichtet werden. Oder wie es Picasso einmal sagte: "Alle Kinder werden als Künstler geboren. Das Problem ist ein Künstler zu bleiben während man aufwächst". Unsere Gesellschaft lebt von der Vielfalt an Talenten. Nicht nur schade, sondern auch äusserst kurzsichtig, wenn wir die Kreativität, die in jedem Menschen steckt, "wegunterrichten".

 

Bei uns doch nicht. Oder?

Im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in Sotschi und der Diskussion um Homophobie in Russland tendieren wir aus westlichen Ländern dazu, mit erhobenem Zeigfinger zu argumentieren. Anstelle sich in der selbstgerechten Überzeugung zu marinieren, käme es viel mehr darauf an, in unserem Land Homophobie im Sport etwas genauer zu betrachten. Das Coming out des ehemaligen deutschen Fussballprofis Thomas Hitzlsperger lancierte die Diskussion auch in unseren Breitengraden.

Das Thema nimmt eine Kampagne der Arbeitsgemeinschaft Schweizer Sportämter, die Ende Januar 2014 lanciert wurde, nun auf. Ziel ist es, Ignoranz, Sexismus und Homophobie im Schweizer Sportalltag zu bekämpfen und gleichzeitig Respekt und Toleranz zu fördern. Besonders der Mangel an Kommunikation in Bezug auf Homosexualität in der Sportwelt sei ein Problem. Dank einer Kampagne wie dieser, aber speziell durch eine enge Zusammenarbeit aller Sportämter in der Schweiz, sei mehr Toleranz möglich.

Wenn sich ein Kind für eine Sportart entscheidet, spielt die sexuelle Orientierung noch keine Rolle. Weshalb also sollte irgendjemand genau deswegen später ausgeschlossen werden? Es darf nicht sein, dass SportlerInnen aus Angst vor einer Diskriminierung ihrem Team oder der Sportart den Rücken zuwenden.  Homosexualität ist noch immer keine Normalität in allen Lebensbereichen und es ist die Aufgabe einer offenen Gesellschaft, das Andersartige nicht auszuschliessen.

In Artikel 6 der Olympischen Charta heisst es übrigens: «Jede Form von Diskriminierung gegenüber einem Land oder einer Person aufgrund von Herkunft, Religion, Politik, Geschlecht oder Weiterem ist unvereinbar mit der Zugehörigkeit zur Olympischen Bewegung.» Diese Charte gibt's wohl in keiner russischen Übersetzung und auch die IOC-Verantwortlichen haben diesen nicht ganz unbedeutenden Grundsatz glatt vergessen. Scheint so, als liessen sich Grundsätze grundsätzlich je nach Interessen gründlich versetzen.

 

Beitrag zur Kampagne im "Echo der Zeit" SRF, 31.1.2014

 

Olympischer Spirit in Bern

Die Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi rufen seit Monaten Skepsis und kritische Stimmen auf den Plan. Menschenrechtsverletzungen, eingeschränkte Pressefreiheit, Umweltzerstörung etc. Die Schlagzeilen liefern sich schon einmal ein Kopf-an-Kopf-Rennen, als Vorgeschmack auf die sportlichen Ereignisse. Doch eigentlich geht es doch um Sport. Oder?

Sollte es. Mich beeindruckt der olympische Grundgedanke sehr. Mitmachen ist der grösste Lohn, mediale Ausstrahlung verbunden mit viel emotionalem Mitfiebern, im besten Fall auch Ansporn für den Nachwuchs oder für HobbysportlerInnen.

Lara Gut meinte vor kurzem in einem Interview in der Sonntagszeitung: "Die Olympischen Spiele sollten sportlich bleiben und nicht zu politischen Spielen werden. Es ist nicht der richtige Weg, die Olympischen Spiele des Geldes wegen zu vergeben." Diese Meinung teile ich. Und wenn ich mich im Alltag so umhöre, bin ich in guter Gesellschaft. Gleichzeitig wäre es naiv zu glauben, dass die Maschinerie dieser Grossanlässe frei von politischen Strategien funktioniert.

Nicht dass Sie mich falsch verstehen. Ich freue mich für die Athletinnen und Athleten, die sich an sportlichen Grossanlässen mit ihresgleichen aus der ganzen Welt messen können. Das macht ja den Reiz des Sports zu einem grossen Teil aus. Sich mit anderen messen. Gewinnen. Verlieren. Topleistung abrufen, wenn es wirklich darauf ankommt. Unvergleichbare Emotionen.

Doch als Berner Sportdirektorin freue ich mich in diesem Jahr vielmehr auf unsere einheimischen Olympischen Spiele. Jaja, richtig gelesen. Die Special Olympics Switzerland National Summer Games - was der tolle Name verspricht ist auch drin - finden vom 29. Mai bis am 1. Juni 2014 in unserer Stadt statt. Rund 1500 Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung werden sich in 13 Sportarten messen. Ob beim Fussball, Basketball, Reiten, Tischtennis, Boccia oder Judo: dabei sein ist hier tatsächlich das Wichtigste.

 

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